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Projekt „Willkommen“ - Unterstützung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Aachen

Bürgerstiftung Lebensraum Aachen

Eine Initiative des Vereins Bürgerstiftung Lebensraum Aachen

Kategorie
Freizeitangebote
Projekte zur Integration
Bildung
Sprachförderung
Ort
Frankenberger Viertel
Start
21.11.2014
Aktualisiert
26.10.2017

Worum geht's?

Projekt „Willkommen“
Unterstützung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Aachen;
organisiert durch die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen;
durchgeführt von Menschen aus Aachen

Am 13. Dezember 2014 war es soweit:
23 interessierte Menschen – beruflich wie altersmäßig bunt gemischt – trafen sich zum ersten Mal, um sich kennenzulernen und erste Überlegungen anzustellen, wie den jungen Flüchtlingen geholfen werden kann. Wir wollen sie willkommen heißen in unserer Stadt, ihnen helfen, eine neue Heimat zu finden, sie unterstützen in der Fremde, in der sie nun gelandet sind.

Viele sind traumatisiert, haben erlebt, wie Eltern und Freunde ermordet wurden, haben am eigenen Leib Gewalt erlebt und sich aufgemacht in eine bessere, aber sehr ungewisse Zukunft, alleine, ohne Erwachsene, ohne Zuspruch und Tröstungen. Manche haben den Auftrag eines ganzen Dorfs in ihren Rucksack gepackt bekommen, im reichen Europa Geld zu verdienen und nach Hause zu schicken. So kommen sie hier an, ohne Geld, ohne Sprachkenntnisse, ohne zu wissen, was auf sie wartet. Sie werden in Heimen, aber auch in Hotels untergebracht (z. Zt. etwa 100). Oft müssen sie lange auf einen Schulplatz warten, zurzeit ist ca. 100 Jugendlichen noch kein Schulbesuch möglich.

Jetzt sind etwa 400 Jugendliche ohne Begleitung in Aachen angekommen. Diese jungen Menschen will die Bürgerstiftung unterstützen.

Wir wollen ihnen helfen, sich hier bei uns zurecht zu finden, die deutsche Sprache zu lernen, unsere Kultur zu erfahren, sich zu integrieren und zugleich ihre eigene Identität zu finden und die eigene Kultur nicht zu vergessen.

Die Gruppe der Unterstützer ist auf ca. 30 Personen angewachsen, alle wollen ehrenamtlich arbeiten und Zeit und Kompetenzen investieren. Um dem Engagement Wirksamkeit zu geben, haben wir uns professionelle Unterstützung in die Runde geholt. Das Zentrum für soziale Arbeit Burtscheid ist unser erster Ansprechpartner hinsichtlich einer fachlichen Sicht auf den Bedarf junger Flüchtlinge. Darüber hinaus sind wir in Kontakt mit dem „Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Maria im Tann“, der „evangelischen Kinder- und Jugendhilfe Brand“ sowie „KasparX - Kinder- und Jugendhilfeprojekte“.

Was wollen und was können wir tun, um die seitens der Stadt und der Jugendhilfeeinrichtungen hervorragend geleistete Arbeit zu unterstützen?

  • Wir können ihnen in Heimen und Schulen helfen, die deutsche Sprache zu erlernen.
  • Wir können ihnen zeigen und deutlich machen, wie Deutschland funktioniert, welche Gewohnheiten wir haben, welche Rituale es gibt, welche Werte uns wichtig sind.
  • Wir können mit ihnen kochen, Musik machen, Spieleabende mit Brettspielen veranstalten und all das tun, was uns und ihnen gemeinsam einfällt.
  •  Wir können uns in Gruppenaktivitäten einbringen, können aber auch im 1:1-Kontakt den Jugendlichen die Stadt zeigen, ins Kino gehen, Eis essen usw.


Unsere Aktionsbereiche sind dabei: Bildung und Integration.

Uns ist klar, dass die wesentliche Grundlage ist, eine persönliche Beziehung zu schaffen. Begegnungen von Mensch zu Mensch auf gleicher Augenhöhe sind das Wichtigste.

Wir helfen nicht von oben herab. Alle Menschen haben den selben Wert. Unsere Unterstützung hat Hilfe zur Selbsthilfe zum Ziel, d.h.: Wenn du mich nicht mehr brauchst, war ich erfolgreich.

Jede Unterstützerin, jeder Unterstützer kann ihre und seine ganz eigenen Kompetenzen einbringen und Kreativität entfalten.

Haben Sie Lust zur Mitarbeit bekommen?

Derzeit suchen wir konkret Menschen, die die Flüchtlinge in den Internationale Förderklassen der Schulen unterstützen wollen. Sie müssen nicht ehemaliger Pädagoge sein. Entscheidend ist Ihre Freude am Kontakt zu den Flüchtlingen.

Rufen Sie uns an, schicken Sie eine Mail.

Sie sind bei uns herzlich willkommen!



Das Projekt benötigt finanzielle Unterstützung.
Über Ihre Spende freuen wir uns sehr. Eine Spendenquittung kann auf Wunsch ausgestellt werden.

IBAN:DE4637 06059 00003 690 091
BIC:GENODED1SPK

www.buergerstiftung-aachen.de
info.at.buergerstiftung-aachen.de
Tel 0241 4500130

Wir bedanken uns bei folgenden Unterstützern:

Axel Deubner
Dr. Frohlinde Weber
Stiftung F.Victor Rolff
Inform GmbH

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Bürgerstiftung Lebensraum Aachen
11.12.2014 16:44 Uhr von Bürgerstiftung Lebensraum Aachen Lieber ReBe - Unterstützer

Lieber ReBe,
wir freuen uns über einen neuen Unterstützer. Vielleicht haben Sie Lust konkret mitzumachen. Bitte melden Sie sich an unsere Adresse info@buergerstiftung-aachen.de

Gruß
Geupel, Vorsitzender des Vorstandes

Geupel
25.11.2014 22:27 Uhr von Geupel Projektleitung

Sehr geehrte Sozialpädagogin,
vielleicht sind Sie die Fachkraft, die uns im Projekt unterstützen möchte. Sie sind herzlich eingeladen, aber bitte nicht anonym. In jedem Fall soll das Projekt fachlich begleitet werden. Wir starten derzeit mit der Entwicklung des Projektes und sehen es als einen offenen Prozess. Vielleicht motiviert das zum Mitmachen.
Gruß Geupel, Vorstand

Sozialpädagogin
23.11.2014 15:37 Uhr von Sozialpädagogin Leitung des Projektes

Liebe Bürgerstiftung Lebensraum Aachen,

das ist wirklich eine sehr sinnvolle Initiative, die von möglichst vielen Menschen in Aachen und der Städteregion unterstützt werden sollte!
Und es gibt ja auch schon Stellen, die interessierten Bürgern und Bürgerinnen die Möglichkeit zur ehrenamtlichen Tätigkeit eröffnen. Vielleicht können diese Stellen sich zusammenschließen?
Aus fachlicher Sicht halte ich es für dringend notwendig, dass die Leitung eines solchen Projektes in professionellen Händen liegt. Lebenserfahrung und Interesse sind wichtige Grundlagen um unsere Gesellschaft freundlicher zu gestalten und den Flüchtlingen zu helfen sich in unserer Heimat zurecht zu finden. Aber die Begleitung von Flüchtlingen braucht in meinen Augen auch ein gewisses Maß an Reflexion und Koordination. Deshalb sollten Fachkräfte die Ehrenamtlichen unterstützen und jeder Zeit bei Problemen ansprechbar sein. Ein Netzwerk aus ehrenamtlichen und hauptamtlichen Menschen sollte von einer geschulten Fachkraft geleitet werden, die Verbindungen zu verschiedenen Stellen und Organisationen hat und auf mögliche Probleme vorbereitet ist.
Unserac.de könnte ja mal die verschiedenen Stellen, die sich mit diesem Thema befassen, einladen sich hier vorzustellen??

Trotzdem – eine gute Initiative!!!

doris (Moderatorin)
25.11.2014 18:33 Uhr von doris (Moderatorin) Ansprechpartner

Hallo Sozialpädagogin,

ich habe drei Stellen in Aachen angesprochen, sich diese Initiative anzuschauen.
Was mir fehlt, sind Ansprechpartner in den anderen Städten und Gemeinden der StädteRegion. Vielleicht kann jemand etwas dazu sagen?

LG doris