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Unterbringung von Flüchtlingen - Sachstandsbericht


Letzte Beratung
Mittwoch, 03. Dezember 2014 (öffentlich)
Federführend
Fachbereich Soziales und Integration
Originaldokument
http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=13129

Erläuterungen:

Die Anzahl der Flüchtlinge, die in Aachen Hilfe suchen, hat sich in den letzten drei Jahren kontinuierlich erhöht, in den Jahren 2013/2014 um durchschnittlich 40 Menschen je Quartal. Seit August haben sich diese Zahlen nahezu verachtfacht. Es ist damit zu rechnen, dass die Anzahl der in Betreuung stehenden Flüchtlinge von derzeit 850 auf ca. 2000 bis Ende 2015 ansteigen wird. Hinzu kommen die unbegleiteten Minderjährigen, derzeit über 400 junge Menschen.

Nach dem Konzept der Stadt Aachen, das im Juli vom Rat der Stadt Aachen beschlossen wurde, sollen künftig in Aachen 1000 Wohnplätze für Flüchtlinge dauerhaft bereitgestellt werden. Dabei achtet die Verwaltung darauf, dass eine Verteilung der Wohnungen und Einrichtungen im gesamten Stadtgebiet erfolgt. Neben einigen Einrichtungen, die aus Gründen der erforderlichen engmaschigen Betreuung in einem gewissen Umfang erforderlich sind, erfolgt eine Bereitstellung von Wohnraum für Flüchtlinge überwiegend in abgeschlossenen Wohnungen.

Über diese dauerhaft bereitzustellenden Wohnmöglichkeiten hinaus hat sich die Stadt Aachen darauf eingerichtet, weitere 1000 Einheiten zur Unterbringung von Flüchtlingen im Laufe des Jahres 2015 zur Verfügung zu stellen. Diese Unterbringung soll vorrangig in städtischen Immobilien oder Immobilien der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Aachen erfolgen. Darüber hinaus werden Wohnungsanmietungen bei privaten Wohnungseigentümern, auch großen Wohnungsgesellschaften, vorgenommen. Bei diesen Anmietungen wird aufgrund der voraussichtlich nur für wenige Jahre erfolgenden Nutzung vorrangig darauf geachtet, dass der Wohnraum für Flüchtlinge geeignet ist.

Andere Aspekte, zum Beispiel eine gleichmäßige Verteilung im Stadtgebiet, müssen dabei manchmal in den Hintergrund treten.

Als Übergangslösungen, die nur möglichst kurzzeitig in Anspruch genommen werden sollen, werden die leerstehenden Gebäudeteile der ehemaligen Schule Franzstraße und der Schule Kronenberg für Flüchtlinge hergerichtet. Auch ist die Anmietung von Büroflächen im Bushofgebäude geplant. In den genannten Einrichtungen werden neben den Wohnräumen auch Gemeinschaftsduschen, -toiletten und -küchen hergerichtet. Es wird bei der Unterbringung von Flüchtlingen in diesen Einrichtungen unter anderem auch darauf geachtet, dass durch Ausmaß der Räumlichkeiten und Dichte der Belegung ein würdiges Alltagsleben gestaltet werden kann. Eine soziale Betreuung und Beratung in Fragen des täglichen Miteinanders in der Einrichtung stellt die Stadt Aachen sicher.

Die Unterbringung, Alltagsbegleitung und soziale Betreuung von Flüchtlingen bewerkstelligt die Stadt Aachen nicht alleine. Diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe wird mit Unterstützung zahlreicher Institutionen und Initiativen ausgeführt.

Die Stadt Aachen hat für Montag, den 01.12.2014, die Aachener Akteure in den Sitzungssaal des Rates eingeladen, um ein Bündnis zu schließen, das es sich zur Aufgabe macht, die in Aachen Schutz und Hilfe suchenden Menschen in ihrer schwierigen Lage bestmöglich zu unterstützen und zu integrieren. Die Vorsitzende des Integrationsrates ist hierzu eingeladen worden.

Über die aktuelle Entwicklung wird mündlich berichtet.

Beschlussvorschlag:

Der Integrationsrat nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.


Anlagen können jeweils im Originaldokument eingesehen werden.

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Weitere zu dieser Vorlage gefundene Ortsangaben

  • Franzstraße
  • Kronenberg

Beratungsfolge

Mittwoch, 03. Dezember 2014INT/03/WP.17 öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Integrationsrates

Art
Kenntnisnahme
Ausschuß
Integrationsrat
Details
Tagesordnung

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