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Förderung des Strukturwandels - Unterstützung aktueller Projekte in und mit
der StädteRegion Aachen


Letzte Beratung
Donnerstag, 17. September 2020 (öffentlich)
Federführend
Büro des Städteregionsrates
Originaldokument
http://gremieninfo.staedteregion-aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=10588

Beschlussvorschlag:

Der Städteregionstag trifft folgende Entscheidungen:

  1. Er beschließt, folgende Projekte im Rahmen der weiteren inhaltlichen Qualifizierung über den städteregionalen Fonds zur Förderung des Strukturwandels zu bezuschussen:

  • ENERGIELANDSCHAFT AnnA 4.0 (9.280 brutto)
  • Energiepark Herzogenrath Aufbau der ersten CO-freien Energieversorgung einer mittelgroßen Stadt bis 2030 (10.000 brutto)
  • EUREGIO-Railport (10.000 brutto)
  • Masterplan Luftfahrt im Rheinischen Revier Standort Merzbrück Eigenanteil (30.000 brutto)
  • Humanotop Studie für ganzheitliches, urbanes Raummodell (5.000 brutto).

  1. Er beschließt, die im Produkt 15.01.03 unter dem Sachkonto 531521 „Zuschüsse zur Förderung des Strukturwandels“ vorhandenen Mittel in Höhe von 50.000 , welche für die Teilfinanzierung des Projektes „Einstein-Teleskop“ vorgesehen waren, in 2020 zur Unterstützung weiterer Projekte im Rahmen des Strukturwandels zu nutzen.

 

 

Sachlage:

Die StädteRegion Aachen treibt engagiert den Strukturwandel im Rahmen der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH (ZRR) voran.

Die finanzielle Unterstützung der strukturwandelrelevanten Projekte dient insbesondere der inhaltlichen Qualifizierung hin zur Genehmigung durch den Aufsichtsrat der ZRR und Identifizierung eines Förderzugangs auf Landes- und Bundesebene.

Die Verwaltung unterstützt aktiv die Qualifizierung der hier aufgeführten Projekte, um insbesondere in der Kulisse der StädteRegion Aachen einen wirkungsvollen Beitrag zum Gelingen des Strukturwandels zu leisten. Die notwendige inhaltliche Qualifizierung, welche finanziell unterstützt werden soll, wird vornehmlich durch Hinzunahme externer Fachexpertise durch die Antragssteller vorangetrieben.

Die Projekte ENERGIELANDSCHAFT AnnA 4.0, Energiepark Herzogenrath, EUREGIO-Railport sowie Projekte am Standort Merzbrück wurden im Rahmen des Sofortprogramms Plus bei der ZRR eingereicht. Das Projekt Humanotop wurde bisher nicht offiziell im Rahmen des Strukturwandels bei der ZRR platziert. Die Verwaltung unterstützt die Projektidee im Zuge der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die Übertragbarkeit der innovativen und ganzheitlichen Quartiersentwicklung und die Harmonisierung des niederländischen Förderinstruments RegioDeal mit der ZRR-Förderkulisse auf Projekte in der StädteRegion Aachen ist formuliertes Ziel.

Die zahlreichen Projekte im Rahmen des Strukturwandels zeigen aktuell unterschiedliche Reifegrade auf, befinden sich aber in einem sehr dynamischen Prozess, den es regelmäßig zu bewerten und unterstützen gilt.

Die aktuell verbleibenden Mittel sollen zur Qualifizierung und Unterstützung weiterer für die StädteRegion Aachen relevanter Projekte genutzt werden mit dem Ziel, die Effekte und Mehrwerte kurzfristig greifbar und sichtbar zu machen. Die regionsangehörigen Kommunen sind in diesen Prozess eng eingebunden.

Die Verwendung der restlichen Mittel soll, wie auch diese Mittelverwendung, durch eine politische Beschlussfassung entschieden werden.

Eine Beschlussfassung zur weiteren Mittelverwendung wird r die Sitzung des Städteregionsausschusses am 19.11.2020 avisiert, da für die neue Wahlperiode noch keine Fachausschusssitzungen terminiert sind.

Im Haushalt 2020 stehen im Produkt 15.01.03 unter dem Sachkonto 531521 „Zuschüsse zur Förderung des Strukturwandels“ Mittel in Höhe von insgesamt 200 T € zur Verfügung. Davon sind Mittel in Höhe von 50.000 € zur Unterstützung des Einstein-Teleskops vorgesehen, welche mit heutigem Beschluss (vgl. SV 2020/0427) der Unterstützung weiterer Projekte im Rahmen des Strukturwandels zugeführt werden sollen.

Im Einzelnen handelt es sich um folgende Projekte:

ENERGIELANDSCHAFT AnnA 4.0

Projektpartner:

ENERGETICON gGmbH; Stadt Alsdorf; Stadtwerke Alsdorf; VabW Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung e.V.

Zukunftsfeld:

Energie und Industrie

Durchführungsort:

Alsdorf

Gesamtprojektsumme bei einer Laufzeit von 5 Jahren:

3.460.000 Euro

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines nachhaltigen Energiekonzepts für die Kopplung von Gebäuden mit unterschiedlichen Lastprofilen und bauphysikalischen Standards. Dabei werden ein industrieller Altbau, ein gewerblicher Sonderneubau, ein Stadtquartier und ein Mobility Hub miteinander verbunden und energieautark betrieben. Die Energiebereitstellung wird durch unterschiedlichste Technologien gewährleistet. Zum einen wird die Grundlast durch Grubenwasserthermie und ein innovatives Blockheizkraftwerk zur Verfügung gestellt. Zum anderen werden bereits installierte und neu zu errichtende Photovoltaik- und Windkraftanlagen eingesetzt. Ein Batteriespeicher minimiert Verbrauchs- und Erzeugungsschwankungen. Für die intelligente Energienutzung werden Erzeuger und Verbraucher über IoT-Geräte (IoT = Internet of Things) miteinander vernetzt.

Zur Stärkung des lokalen Arbeitsmarktes wird ein IoT-Lab zur berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildung aufgebaut. Somit werden Fachkräfte durch unterschiedlichste Seminar- und Kursangebote über neue Technologien informiert und befähigt, diese anzuwenden.

Um die Themen Energie und Digitalisierung zu veranschaulichen, werden eine Windkraftgondel und ein Wasserturm mit VirtualReality- und AugmentedReality-Technik ausgestattet.

Neben dem IoT-Lab als Lernort sollen ein Hallenbad auf dem unmittelbar angrenzenden Grundstück des Energeticon-Areals entstehen sowie ein „Mobility Hub“. Der Mobility Hub verknüpft Carsharing-Angebote, Pedelec-Verleihsystem und eine e-Scooter-Station mit dem ÖPNV. Der Umstieg vom PKW auf den ÖPNV bzw. andere Verkehrsmittel soll einfach und schnell möglich sein.

Der durch die StädteRegion Aachen gewährte Zuschuss dient der Klärung folgender Fragestellungen bzw. Aufgaben: Spezifizierung des energetischen Leistungsbedarfs der einzelnen Gebäude, Entwicklung eines wirtschaftlich sinnvollen Technologiemixes zur Energieerzeugung basierend auf dem zuvor ermittelten Leistungsbedarf, Einholung und Auswertung von Angeboten von Dienstleistern zur Validierung der benötigten Fördersumme und technischen Machbarkeit, Konkretisierung eines Zeitplans zur Durchführung der einzelnen Projektphasen, regelmäßige Abstimmung mit allen relevanten Partnern, Ergänzung und Erweiterung des Förderantrags entsprechend der Anforderungen der Projektträger und der ZRR, Entwicklung eines Logos für den Projektantrag.

Das Projekt ENERGIELANDSCHAFT AnnA 4.0 ist im Rahmen des Sofortprogramms Plus mit einem ersten Stern versehen worden und avisiert eine erneute Einreichung der Projektskizze für die Sitzung des Aufsichtsrates der ZRR am 02.10.2020.

Energiepark Herzogenrath

Projektpartner:

GREEN Solar Herzogenrath GmbH; Siemens Gas and Power GmbH & Co. KG; Solar-Institut Jülich der Fachhochschule Aachen; RWTH Aachen, ISEA, AMT und AMR

Zukunftsfeld:

Energie und Industrie

Durchführungsort:

Herzogenrath

Gesamtprojektsumme bei einer Laufzeit von 10 Jahren:

132.510.000 Euro

In Herzogenrath befindet sich bereits heute die größte Solaranlage in NRW. Eine Weiterentwicklung zur ersten mittelgroßen Stadt, die CO- und klimaneutral mit Energie und Wärme versorgt wird, entspricht der Vision des Zukunftsreviers. Der „Energiepark Herzogenrath“ baut auf 5 Teilen auf, die die verschiedenen Aspekte einer Neustrukturierung der Energie-und Wärmeversorgung bis 2030 sicherstellen und die Grundlagen für neue Arbeitsplätze schaffen.

TP1: Ausbau der erneuerbaren Energien

TP2: Aufbau einer abrufbereiten Versorgung

TP3: Dekarbonisierung im Bereich Mobilität

TP4: Industriewende Case Study CO-freies Bergwerk

TP5: Akzeptanzforschung und Außenkommunikation

TP1: Untersucht das Erweiterungspotential für Wind- und Photovoltaikanlagen und ermittelt die zusätzlich benötigten regenerativen Kapazitäten. Gleichzeitig werden die Möglichkeiten der Wärmeversorgung für Haushalte und Industrie mittels Solarthermie geprüft.

TP2: Um auch in „Dunkelflauten“ eine CO-freie Versorgung sicherzustellen, wird der Einsatz von Wasserstofferzeugung, Wärme- und Wasserstoffspeicher sowie Rückverstromung und das intelligente Management des Gesamtsystems untersucht.

TP3: Betrachtet den Mobilitätssektor mittels Wasserstoff oder Strom als Brenn-

stoffersatz.

TP4: Strebt ein CO-neutrales Sandbergwerk an.

TP5: Fokussiert sich auf die Kommunikation mit den Anwohnern, Handel, Industrie und Politik, um die aktive Mitgestaltung zu gewährleisten und die Akzeptanz zu steigern.

Der durch die StädteRegion Aachen gewährte Zuschuss dient der Unterstützung der externen Dienstleistungen im Rahmen der Projektvorbereitung und qualifizierung.

Das Projekt Energiepark Herzogenrath ist im Rahmen des Sofortprogramms Plus mit einem ersten Stern versehen worden und avisiert eine erneute Einreichung der Projektskizze für die Sitzung des Aufsichtsrates der ZRR am 02.10.2020.

EUREGIO-Railport

Projektpartner:

EVS EUREGIO Verkehrsschienennetz GmbH

Zukunftsfeld:

Infrastruktur & Mobilität

Durchführungsort:

Stolberg und Eschweiler

Gesamtprojektsumme:

50.000.000 Euro

Mit dem Infrastrukturprojekt EUREGIO-Railport soll der Güterbereich im Hbf. Stolberg zu einem leistungsstarken, bimodalen Umschlagplatz entwickelt und die bestehende Infrastruktur ausgebaut werden. Dem Rheinischen Revier soll ein Zugang zum internationalen Schienengüterverkehr sowie zum TEN-T Netz der EU zur Verfügung gestellt werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf einer umweltschonenden Verbindung zu den ZARA-Häfen und dem Angebot eines leistungsstarken Hinterlandterminals. Das Rheinische Revier muss die Chance als Transitregion nutzen, um Verkehre vor Ort zu brechen und zusätzliche Wertschöpfung in die Region zu holen.

Der Logistik-Standort soll gestärkt, die Attraktivität der Region für Logistikdienstleister erhöht, die Beschäftigung zukunftsfähig aufgestellt und gesteigert, die Nähe zur Wissenschaft intensiviert und die Veränderung des Modal-Splits im Güterverkehr zugunsten der Schiene vorangetrieben werden.

Aufgrund des anstehenden Umbruchs in der Energiebranche und der besonderen Betroffenheit des Rheinischen Reviers soll die Möglichkeit genutzt werden, die bestehende Infrastruktur so auszubauen, dass auch Güter in standardisierten Containern (Seecontainer) nachfragegerecht umgeschlagen werden können. Mit dieser Maßnahme soll das Ansiedeln von neuen und das Stärken von bestehenden Unternehmen in Zeiten des anstehenden Strukturwandels unterstützt werden.

Weiterhin soll es Unternehmen ermöglicht werden, innovative Ideen in Bezug auf die Stadtlogistik, als auch im Nahverkehr (<50 km) umsetzen zu können. Dies wird durch die Lage im Rheinischen Revier sowie benachbarter Zentren im grenzüberschreitenden Verkehr zur niederländischen und belgischen Provinz Limburg unterstützt.

Ziel des Projektes ist es, für Gewerbe und Industrie im Rheinischen Revier eine Infrastruktur zu schaffen, die es ermöglicht, Güter umweltfreundlich durch den Schienengüterverkehr zu transportieren. Der 3. Bauabschnitt der L238n stellt dabei ein wichtiges begleitendes Infrastrukturprojekt für die Region dar.

Mit Hilfe des Projektes EUREGIO-Railport soll insbesondere in zwei Zukunftsfeldern agiert werden: im Zukunftsfeld „Energie & Industrie“ soll die Möglichkeit erwachsen, an der Eisenbahnmagistrale Köln-Aachen Güter klimaverträglich zu transportieren und zu produzieren sowie multimodale Logistiklösungen anzuwenden. Im Zukunftsfeld „Raum & Infrastruktur“ werden die Handlungsfelder „Ausbau, Reaktivierung und Inwertsetzung der Schieneninfrastruktur“ sowie „terlogistikregion Rheinisches Revier“ adressiert. Der Railport selbst, aber insbesondere die Ansiedlung schienenaffiner Unternehmen, die diesen Standortvorteil nutzen möchten, soll nachhaltige Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Revier schaffen.

Die finanzielle Unterstützung soll zur Weiterqualifizierung des Projektantrages genutzt werden, insbesondere zur Konkretisierung der einzelnen Ausbaustufen und des finanziellen Rahmens der Arbeitspakete.

Das Projekt EUREGIO-Railport ist im Rahmen des Sofortprogramms Plus mit einem ersten Stern versehen worden und avisiert eine erneute Einreichung der Projektskizze für eine der folgenden Aufsichtsratssitzungen der ZRR.

Masterplan Luftfahrt im Rheinischen Revier Standort Merzbrück

Projektpartner:

StädteRegion Aachen; RWTH Aachen; FH Aachen; Fraunhofer Institute; AGIT mbH; DLR

Zukunftsfeld:

Raum und Infrastruktur (Mobilität und Aviation)

Durchführungsort:

rselen

Gesamtprojektsumme:

ca. 250.000 Euro zur Generierung von bis zu 600 Mio. Euro Fördergeldern

Der Forschungsflugplatz Merzbrück vereint diverse Projektideen im Rahmen des Sofortprogramms Plus in den Themenfeldern Luftfahrt sowie Infrastruktur und Mobilität. Ziel ist es, im Rahmen eines Dachantrags über einen zu beauftragenden Masterplan rund um den Verkehrslande- und Forschungsflugplatz Aachen-Merzbrück eine integrierte und nachhaltig positionierte Qualifizierung des Standortes unter Berücksichtigung einer überregional relevanten Mobilitätsstation zu gestalten und gesamtregional zu vernetzen. Der Masterplan soll einen gemeinsamen, belastbaren Rahmen schaffen, der die vielfältigen Ansprüche zu Flächen, Forschung, Raumentwicklung, Mobilität und insbesondere der Industrie betrachtet und berücksichtigt.

Das Rheinische Revier ist durch seine exzellenten wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kompetenzen prädestiniert, maßgeblicher Luftfahrtstandort der Zukunft zu werden. Es gilt die einmalige Chance zu nutzen, ein verzahntes und zukunftsgerichtetes Wirtschaftsökosystem ECO²AIR mit mehr als 4.500 Industriearbeitsplätzen (sowie weiteren 7.000 indirekten und induzierten Arbeitsplätzen) durch

  • den Aufbau zukunftsrelevanter Produktions-, Entwicklungs-, Test- und Zulassungsinfrastruktur,
  • die Koordination und Vernetzung der Marktteilnehmer zur gemeinsamen Forschung, Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Betrieb neuer Luftfahrtprodukte,
  • die Bereitstellung von Kapital, Beratung und Zugang zu Kunden für Start-ups,
  • die Aus- und Weiterbildung hochqualifizierten Personals

aufzubauen.

Mit der Vergabe eines ersten Sterns an die 4 Luftfahrtprojekte

  • Production Launch Center Aviation@NRW (PLCA) am Forschungsflugplatz Aachen-Merzbrück,
  • DLR-Forschungsprogramm „Technologien für Kleinflugzeuge“,
  • Future Mobility Park Aldenhoven mit Center for Vertical Mobility sowie
  • tripleM Modell Merzbrück Mobil integrative Standortentwicklung

ist ein erster, wichtiger Schritt erfolgt. Der Forschungsflugplatz Aachen-Merzbrück bildet dabei neben den Standorten Aldenhoven (vertikale Mobilität) und Mönchen- gladbach (Wartung, Reparatur und Überholung von Luftfahrzeugen und komponenten) eine wesentliche Keimzelle für dieses Ökosystem.

In den Sitzungen des Aufsichtsrates der ZRR GmbH wurde die weitere Qualifizierung der vorgelegten Skizzen zu den Aviation-Projekten und dem Standort Merzbrück empfohlen. Diese soll durch die Erstellung des Masterplans erreicht werden und die Grundlage für die weitere Qualifizierung der Projektskizzen am Standort Merzbrück schaffen, um diese kurzfristig einer Förderung und Umsetzung zuführen zu können. Erste Ergebnisse des Masterplans werden im ersten Halbjahr 2021 erwartet.

Humanotop Studie für ganzheitliches, urbanes Raummodell

Projektpartner:

Stadt Aachen; StädteRegion Aachen; Parkstad Limburg; PEM GmbH; Reicher Haase Assoziierte

Zukunftsfeld:

Raum und Infrastruktur

Durchführungsort:

StädteRegion Aachen, Parkstad Limburg

Gesamtprojektsumme:

95.000 Euro

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines Konzepts zur Umsetzung eines ganzheitlichen Quartiersmodels. Das Projekt ist in drei Phasen gegliedert.

In der ersten Projektphase sollen die bestehenden Gegebenheiten und Strukturen erfasst und analysiert werden.

Im zweiten Schritt sollen inhaltliche Leitlinien in Bezug zum Gesamtkonzept „Leben“ entwickelt werden. Dieses soll zum Ziel haben, eine Ökostadt zu entwickeln, die sich an den Strukturen natürlicher Ökosysteme orientiert. Hierbei soll das Wohlergehen der Bevölkerung im Mittelpunkt stehen, welches durch integrierte Stadtplanung und bewirtschaftung zum Schutz von Ressourcen verstärkt und langfristig gesichert werden soll. Inhaltliche Schwerpunkte liegen dabei auf den Bereichen Nutzungs- mischung, Artenvielfalt, Energie, Mobilität, Wasser und verarbeitendes Gewerbe.

In der dritten Projektphase sollen auf Grundlage der vorangegangenen Analysen und der inhaltlichen Leitlinien Strategien zur Umsetzung der entwickelten Konzepte ausgearbeitet werden. Hierbei soll zum einen das Projekt „Ducktrain“ der DroidDrive GmbH für einen intelligenten urbanen Lieferverkehr, zum anderen das Projekt „Velocity“ zum Ausbau der Leihfahrradinfrastruktur in Aachen herangezogen werden. Darüber hinaus wird die Konzeptionierung von sogenannten „Basecamps“r die lokale Logistik verstärkt in den Fokus genommen.

Zu einer weiteren Projektsäule für die nachhaltige innerstädtische Entwicklung sollen neue Formen der Lebensmittelproduktion in die Quartiersentwicklung einfließen, hierzu hlen unter anderem „Urban“ und „Vertical Farming“. Hierdurch findet ein direkter Anschluss an bereits bestehende Kompetenzen der Region statt. Die konkreten Zielvorstellungen werden frühzeitig räumlich visualisiert.

Städtebau und Mobilität in der Region werden an konkreten Beispielen integriert und nachhaltig analysiert und entwickelt. Das Konzept der nachhaltigen Stadt, der Ökostadt und das Gesamtkonzept „Leben“ werden in die Quartiersentwicklung integriert und innovativ entwickelt. Dem großumigen Transformationsprozess der Verkehrswende wird durch die Entwicklung einer modernen Logistikinfrastrukturplanung modern, nachhaltig und innovativ begegnet.

Die Konzepte und Leitlinien bilden eine konkrete inhaltliche und räumliche Konzeption zur Integration einer sich verändernden Mobilität und Logistik in der Zielvorstellung einer lebenswerten und ressourcenschonenden Stadt, wodurch ein starker Bezug zu den Schwerpunkten des WSP erzielt wird.

Durch die Umsetzung der konkreten Projektphasen wird den Entwicklungen über einen Migrationsplan begegnet. Es findet eine realisierbare Umsetzungsplanung der konkreten Projekte in der dritten Projektphase statt. Die Aachener Region wird hierdurch zu einer innovativen Modellregion für eine zukunftsfähige räumliche Transformation des Rheinischen Reviers im Bereich Mobilität und Infrastruktur vor dem Hintergrund der Konversions- und Transformationsaufgabe des Strukturwandels.

Die Verwaltung sieht eine kontinuierliche Beschlussfassung weiterer unterstützungswürdiger Projekte im Rahmen der politischen Beratungen vor.

Die Innovationskraft und Qualität der Projekte liefern einen erheblichen Beitrag zur Positionierung der StädteRegion Aachen als Modell für nachhaltige Regionalentwicklung.

Rechtslage:

Die Aufgabe ist freiwillig.

Gem. § 26 (1) KrONRW wird wegen der besonderen Bedeutung eine Entscheidung durch den Städteregionstag herbeigeführt.

 

 

Personelle Auswirkungen:

Die Aufgabe wird durch bestehendes Personal der Dezernate IV und V sowie der seit 01.06.2020 eingesetzten und unmittelbar beim Städteregionsrat angesiedelten Referentin für Strukturwandel wahrgenommen.

Finanzielle/bilanzielle Auswirkungen:

Im Haushalt 2020 stehen im Produkt 15.01.03 unter dem Sachkonto 531521 „Zuschüsse zur Förderung des Strukturwandels“ Mittel in Höhe von insgesamt 200 T € zur Verfügung.

Davon waren 50.000 zur Unterstützung des Projektes „Einstein-Teleskop“ vorgesehen (vgl. SV 2020/0427). In 2020 sind dazu keine Ausgaben zu erwarten, so dass diese für weitere Projekte im Rahmen des Strukturwandels genutzt werden sollen.

Ökologische Auswirkungen:

Mit den Strukturfördermitteln werden Innovationen und Projekte angestoßen und umgesetzt, die sich unmittelbar ökologisch auswirken.

Soziale Auswirkungen:

Die aktive Gestaltung des Strukturwandels sichert bzw. schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region.

gez.: Dr. Grüttemeier


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Beratungsfolge

Donnerstag, 17. September 2020Sitzung des Städteregionstages

Art
Entscheidung
Ausschuß
Städteregionstag
Details
Tagesordnung

Donnerstag, 10. September 2020Sitzung des Städteregionsausschusses

Art
Vorberatung
Ausschuß
Städteregionsausschuss
Entscheidung
ungeändert beschlossen
Details
Tagesordnung
Auszug

Mittwoch, 02. September 2020Gemeinsame Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Wissenschaft und Beteiligungen und des Ausschusses für regionale Zusammenarbeit, Mobilität und Europa

Art
Vorberatung
Ausschuß
Gemeinsame Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Wissenschaft und Beteiligungen und des Ausschusses für regionale Zusammenarbeit, Mobilität und Europa
Details
Tagesordnung

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