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Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Angebote zur Integration in der Stadt Aachen


Letzte Beratung
Mittwoch, 14. April 2021 (öffentlich)
Federführend
Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration
Originaldokument
http://ratsinfo.aachen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=23165

Beschlussvorschlag:


Der Integrationsrat nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis.

 

 

Erläuterungen:


Die Integrationsarbeit in der Stadt Aachen findet weiterhin statt, allerdings mit den in der Pandemie geltenden Einschränkungen. Beratungen und Angebote wurden sukzessiv von Präsenz- auf Online-Formate umgestellt. Das Kommunale Integrationszentrum hat während der Corona-Pandemie von Beginn an eine Scharnierfunktion übernommen, um insbesondere die Menschen mit Migrationshintergrund sowie die Institutionen mehrsprachig und kontinuierlich durch die Pandemie zu begleiten und entsprechend zu informieren. Kitas, Schulen, Vereine, ehrenamtliche Initiativen und einzelne Bürger*innen wurden durch die Mitarbeitenden mit Informationen und Beratungen aktiv unterstützt.

Die Abteilung Integration und Nadelfabrik, das Kommunale Integrationszentrum und die Geschäftsstelle des Integrationsrates, waren und sind wie gewohnt für alle Bürger*innen, die Mitglieder des Integrationsrates sowie für Institutionen (via Email und Telefon) erreichbar.

Aktuell wurden z.B. Angebote der Stadt Aachen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus im März 2021 online umgesetzt. Ebenso können zunehmend wieder Kooperations- und Netzwerktreffen, die für die Integrationsarbeit vor Ort unerlässlich sind, mit digitalen Medien umgesetzt werden.

Persönliche Beratungsgespräche mit Antragsteller*innen, Migranten*innen-Organisationen, zugewanderten Familien, Ehrenamtlichen usw. sind zwar nicht möglich, jedoch finden auch hier die Beratungen seitens der Stadt Aachen telefonisch oder, wenn möglich, online statt.

Weitere Online-Angebote sind in Planung.

Mit Rückblick auf das Jahr 2020 wurden seitens der Geschäftsstelle des Integrationsrates der Flyer des Integrationsrates sowie die Postkarte zu den Wahlen in 10 verschiedenen Sprachen erstellt und postalisch verteilt, auch an Migranten*innen-Organisationen. Auch die Verleihung des Preises Integration im Katschhof Aachen sowie die zugehörige Filmerstellung konnten realisiert werden.

Im Bildungsbereich des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Aachen wurden mit Blick auf die Pandemie eine Neuorganisation und weitere Durchführung der Seiteneinsteiger*innen-Beratung sowie eine Umorganisation der Sprachferienwochen unter den aktuellen Hygiene-Vorgaben realisiert, sodass beides kontinuierlich angeboten werden konnte. Für die Familien und schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen waren diese Angebote gerade vor dem Hintergrund eingeschränkter sozialer Kontakte von großer Bedeutung.

Weiterhin konnten ein Ausbau der Angebotspalette für Lehrkräfte zu den Schwerpunkten des KI, eine Fokussierung des Infobriefes auf Online-Lern-Angebote bzw. mehrsprachige Angebote für neuzugewanderte Schüler*innen sowie eine Konzepterstellung im Elementarbereich zum Schwerpunktthema des KI vorangetrieben werden. Auch alternativ eingesetzte Elternbegleiter*innen der Griffbereitgruppen wurden koordiniert und fachlich begleitet. Um Familien mit Kleinkindern, z.B. in Übergangswohnheimen, zu unterstützen, wurden alternativ zu ausfallenden Gruppenangeboten „Spieltüten“ zusammengestellt und verteilt, mit denen die Familien kindgerechte Lern- und Bastelmaterialien erhalten haben.

Im Querschnittsbereich des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Aachen erfolgte eine Neukonzeptionierung des bisherigen Konversations-Speed-Meetings zwischen Ehrenamtlichen und Geflüchteten. Zum einen wurden ein „Telefon-Speed-Meeting“ und zum anderen ein „Park-Speed-Meeting“ während der Sommermonate draußen angeboten, sodass die Abstandsregelungen eingehalten werden konnten.

Angesichts der Einschränkungen während der Corona-Pandemie waren und sind diese Angebote für Geflüchtete und neuzugewanderte Menschen unerlässlich, um ihnen Sprachangebote und -anlässe zu bieten und sozialen Kontakt zu fördern. Die Angebote werden sehr gut angenommen. Zahlreiche neue Ehrenamtliche haben Lernpatenschaften übernommen, auch via digitale Tools, wie WhatsApp.

Zudem wird an einem "Handbuch Tag der Integration" im Rahmen des Wissens- und Qualitätsmanagements für die Organisation des Tages gearbeitet und eine Professionalisierung der Homepage des Tags der Integration vorangetrieben.

Darüber hinaus wurden ein Konzept und eine Telefon-Hotline sowie eine Webseite mit den Freiwilligenzentren zur Unterstützung von Menschen mit Hilfebedarfen während der Corona-Pandemie erstellt und etabliert. Zusammenstellungen und Verteilungen von mehrsprachigen Informationsmaterialien bzw. Übersetzungen von wichtigen Informationen in der Corona-Pandemie fanden regelmäßig statt.

Die allgemeinen Akquise- und Verwaltungstätigkeiten laufen uneingeschränkt weiter. Die Verteilung und das Controlling von Fördergeldern an Drittempfänger (wie Mittel aus dem Programm KOMM-AN, IFKUF, kommunale Fördermittel etc.) erfolgen uneingeschränkt. Bei den Mietzuschüssen für Migranten*innen-Organisationen wurde auf Antrag für 2020 eine Vorauszahlung auf den Mietzuschuss gewährt. Alle Antragsteller*innen wurde darüber informiert.

Zudem wurde seitens des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Aachen ein Konzept zu dem neu angekündigten Landesprogramms "Kommunales Integrationsmanagement" (KIM) erstellt. Eine Bewilligung durch das Land erhielt die Aachener Projektskizze im Februar 2021.

Dennoch stellt die aktuelle Pandemie eine besondere Herausforderung dar. So ist beispielsweise die Kommunale Beratungsstelle für Migrantinnen und Migranten (KBM) im Verwaltungsgebäude in der Hackländerstraße, abgesehen von einer kurzzeitigen Öffnung, seit dem 16.3.2020 ausgesetzt. Die Kooperationspartner*innen der KBM sind jedoch weiterhin aktiv, Ratsuchende werden an die entsprechenden Fachstellen direkt weiterverwiesen. Dort werden z.T. auch Online-Beratungen angeboten. Die durch die Stadt geförderten Sprachkurse haben z.T. stattgefunden, da die Teilnehmer*innen-Zahl aufgrund der Niedrigschwelligkeit gering ist und die Hygiene-Regelungen eingehalten werden konnten. Viele Integrationskurse bei den Trägern haben längere Unterbrechungen erlebt. Zum Teil konnte auf Mischmodelle (virtuell und präsent) umgestellt werden, dies ist jedoch von Träger zu Träger unterschiedlich.

Die Digitalisierung schließt jedoch auch Zugänge für jene Menschen aus, die auf persönliche Kontakte und Beratungen angewiesen sind und nicht über die entsprechende Technik (Internetzugang/W-Lan/ notwendige Anzahl von digitalen Endgeräten) verfügen. Auch Angebote für nicht-alphabetisierte Menschen können online nur schwer realisiert werden.

Die Abteilung Integration und Nadelfabrik, das Kommunale Integrationszentrum und die Geschäftsstelle des Integrationsrates sind jedoch jederzeit proaktiv, Zugänge für alle Menschen über die bestehenden Verteilernetzwerke zu schaffen, indem z.B. frühzeitig telefonisch, via Email und über Info-Briefe Multiplikatoren*innen erreicht werden und damit Informationen, Materialien und Unterstützung breit gestreut wird.

 

 

Finanzielle Auswirkungen

JA

NEIN

X

Investive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Gesamt­bedarf (alt)

Gesamt­bedarf (neu)

Einzahlungen

0

0

0

0

0

0

Auszahlungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

konsumtive Auswirkungen

Ansatz

20xx

Fortgeschriebener Ansatz 20xx

Ansatz 20xx ff.

Fortgeschriebener Ansatz 20xx ff.

Folge-kosten (alt)

Folge-kosten (neu)

Ertrag

0

0

0

0

0

0

Personal-/

Sachaufwand

0

0

0

0

0

0

Abschreibungen

0

0

0

0

0

0

Ergebnis

0

0

0

0

0

0

+ Verbesserung /

- Verschlechterung

0

0

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Deckung ist gegeben/ keine ausreichende Deckung vorhanden

Weitere Erläuterungen (bei Bedarf):


Klimarelevanz

Bedeutung der Maßnahme für den Klimaschutz/Bedeutung der Maßnahme für die

Klimafolgenanpassung (in den freien Feldern ankreuzen)

Zur Relevanz der Maßnahme für den Klimaschutz

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

X

Der Effekt auf die CO2-Emissionen ist:

gering

mittel

groß

nicht ermittelbar

Zur Relevanz der Maßnahme für die Klimafolgenanpassung

Die Maßnahme hat folgende Relevanz:

keine

positiv

negativ

nicht eindeutig

X

Größenordnung der Effekte

Wenn quantitative Auswirkungen ermittelbar sind, sind die Felder entsprechend anzukreuzen.

Die CO2-Einsparung durch die Maßnahme ist (bei positiven Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 t bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Die Erhöhung der CO2-Emissionen durch die Maßnahme ist (bei negativen Maßnahmen):

gering

unter 80 t / Jahr (0,1% des jährl. Einsparziels)

mittel

80 bis ca. 770 t / Jahr (0,1% bis 1% des jährl. Einsparziels)

groß

mehr als 770 t / Jahr (über 1% des jährl. Einsparziels)

Eine Kompensation der zusätzlich entstehenden CO2-Emissionen erfolgt:

vollständig

überwiegend (50% - 99%)

teilweise (1% - 49 %)

nicht

nicht bekannt

 

 

Anlage/n:


Tagesordnungsantrag von Frau Scheidt vom 23.03.2021.


Anlagen können jeweils im Originaldokument eingesehen werden.

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Weitere zu dieser Vorlage gefundene Ortsangaben

  • Katschhof
  • Hackländerstraße

Beratungsfolge

Mittwoch, 14. April 2021öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Integrationsrates

Art
Kenntnisnahme
Ausschuß
Integrationsrat
Details
Tagesordnung

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