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Kontrolle statt Freiheit – Russlands Verhältnis zu den Menschenrechten-Länder-Informationsveranstaltung


Wann?
Di 11.12.2018 18:00 - 21:00 Uhr
Wo?
Haus der Evangelischen Kirche
Frère-Roger-Straße 8-10 • Aachen

In Kooperation von Amnesty International, der Evangelischen Stadtakademie, dem Eine-Welt-Forum und den Katholikenräten Aachen Stadt und Aachen Land

Wenn über die Lage der Menschenrechte in Russland gesprochen wird, geschieht dies meist aus zwei Perspektiven. In der einen Hinsicht wird die gegenwärtige Situation analysiert einschließlich des Aspekts, ob sich die Lage in den letzten Jahren verbessert oder verschlechtert habe. In der anderen Hinsicht erscheint die Menschenrechtslage eingebettet in übergeordnete historische Kontexte. Im Hinblick auf die Analyse charakterisieren dunkle Farbtöne das Bild. Beobachter von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie Amnesty International registrieren, dass der russische Staat die Möglichkeiten der Zivilge-sellschaft immer stärker beschneidet. So wurden die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit 2017 weiter eingeschränkt. Religiöse Minderheiten erfahren ebenso gezielte Diskriminie-rungen wie Homosexuelle. Polizei und Justiz unterstützen die repressiven Maßnahmen z.B. durch willkürliche Verhaftungen von Passanten und Journalisten bei friedlichen Demonstrationen und sich anschließenden unfairen Prozessen. NGOs, die diese Praxis und generell die staatlich gesteuerten Verletzungen der Menschenrechte kritisieren, werden ihrerseits eingeschüchtert und in ihrer Arbeit bis hin zu systematischer juristischer Verfolgung massiv behindert. Vor diesen Hintergründen wollen wir Fragen wie die folgenden erörtern: Wie stellt sich die Lage der Menschenrechte in Russland aktuell dar? Welche Möglichkeiten sehen Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty Inter-national, weite Teile der Bevölkerung vom Nutzen ihrer Arbeit für sie zu überzeugen? Wie lautet die Prognose für ‚Russland 2028’: Kann es eine gestärkte Zivilgesellschaft geben? Oder wird das Narrativ von der moralischen Überlegenheit Russlands im Vergleich zum westlichen Individualismus und Materialismus die Gesellschaft auch nach der Präsidentschaft Putins prägen?

Referent: Peter Franck, Sprecher der Russland-Koordinationsgruppe von Amnesty Deutschland

Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir zum Austausch bei einem kleinen Imbiss herzlich ein.

Der Eintritt ist frei.

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Veröffentlicht durch:

Save-me-Kampagne
Save-me Aachen
Amnesty International - Asylgruppe Aachen