Blockinnenbebauung Boxgraben | Südstrasse | Reumontstrasse | Mariabrunnstrasse

schellmat

Eine Initiative, die 57 Leute für eine gute Idee halten
schellmat

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Kategorie
Politik, Bürgerbeteiligung
Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit und Energie
Start
28.03.2017
Aktualisiert
13.05.2018


Blockinnenbebauung Boxgraben | Südstrasse | Reumontstrasse | Mariabrunnstrasse Blockinnenbebauung Boxgraben | Südstrasse | Reumontstrasse | Mariabrunnstrasse Blockinnenbebauung Boxgraben | Südstrasse | Reumontstrasse | Mariabrunnstrasse

Worum geht's?

Als Update zur Inittiative nachfolgend der Beitrag, welcher auch auch auf luisenhöfe-aachen.de zu finden ist. Der Text zur Ausgangslage ist hinter dem nun eingefügten Text zu finden.

Nachhaltige Quartiersentwicklung Luisenhöfe

Sind alle Aspekte einer nachhaltigen Stadtentwicklung einer kompromisslosen Nachverdichtung unterzuordnen?

Mittlerweile ist der Begriff der Nachhaltigkeit in aller Munde. Die Stadt Aachen ist in der Runde der letzten drei Großstädte für den deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert. Es werden von Seiten der Stadt viele Anstrengungen unternommen den Herausforderungen der Zukunft zu gerecht zu werden. Dies sollte auch auf Quartiersebene für den Block Boxgraben | Südstrasse | Reumontstrasse | Mariabrunnstrasse gelten. Nachverdichtung kann hier ein probates Mittel sein, wenn sie eingebettet in die Abwägung vieler Einflussfaktoren ist.

Nachverdichtung um jeden Preis

Selbstredend ist die Strategie der Nachverdichtung ein wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeit. Aber dies darf nicht zum Selbstzweck oder alleinig aus Sicht der Gewinnoptimierung geschehen. Da Nachverdichtung innerhalb gewachsener Strukturen erfolgt, spielen eben diese Strukturen eine entscheidende Rolle für die neue Baumasse. Hieran muss sich der Zubau in der Menge orientieren und auch auf die Art des Zubaus auswirken. Einfache Investorenmodelle optimiert auf Masse und auf das obere Segment des Wohnsektors gerichtet, dürfen insbesondere in komplexen Umgebungen nicht verwirklicht werden, da bestehenden Qualitäten nur geschwächt werden, anstatt die Chancen eines guten städtebaulichen Eingriffs zu nutzen. Vorher attraktive und gut funktionierende Quartiere drohen so in gentrifizierte Viertel verwandelt zu werden.

Der Boom der Nachverdichtung

In einen Artikel in der Bauwelt 12.2016 ist das Phänomen bzw. Problem der Nachverdichtung als Selbstzweck sehr treffend beschrieben. Es werden durch Städte und Kommunen, aber auch von Investoren immer neue Bauplätze identifiziert und kategorisiert. Die beunruhigende Konstatierung ist hier: es geht alleinig um Masse. Langfristige Stadtenwicklungskonzepte, welche eine städtebauliche Aufwertung von Quartieren im Fokus haben, werden hierbei nicht mehr verfolgt. Eine Diskussion über Dichte in Sinne von neuen Wohnungsformen mit geringerem Flächenverbrauch findet nicht mehr statt. `Neue´ Organisationsformen von Wohnen (z.B. in Form von Genossenschaften oder Baugruppen mit einem großen Anteil an Gemeinschaftsflächen und gleichzeitig kleineren Individualflächen) werden gar nicht mehr betrachtet. Die Qualitäten von Grünstrukturen als harter Standortfaktor für eine Stadt werden komplett ausgeblendet.

Als positive Entwicklung wird aufgezeigt, dass mittlerweile einige Städte sich wieder über eines ihrer Steuerungsmittel – die städtischen Wohnungsbaugesellschaften – bewusst werden und diese auch vermehrt nutzen. Auch in Aachen gibt es mit dem Projekt an der Burggrafenstrasse erste Schritte in diese Richtung. Aber auch für den privaten Sektor muss sich die Stadt Aachen ihrer Verantwortung gewahr werden und die vorhandenen Steuerungsmöglichkeiten wahrnehmen. Zum Thema der Steuerungsmöglichkeiten ist am 29.11.2017 im ZDF eine sehenswerte Dokumentation gezeigt worden.

Wohnungsnot

Nachverdichtung wird als das aktuelle Allheilmittel für die vielzitierte Wohnungsnot angesehen. Dass die Wohnungsnot aber eigentlich in dem immer größer werdenden Flächenanspruch des Einzelnen sowie der wachsenden Zahl von Singlehaushalten begründet ist, wird bei der Diskussion um die Wohnungsnot (die Einwohnerzahl von Deutschland wächst nicht bzw. nicht in dem Maß wie neuer Wohnraum benötigt wird) immer gerne ausgeblendet. Ganz abgesehen davon, dass der Wohnungsmarkt hauptsächlich im oberen Segment wächst und die wirklich von Wohnungsnot betroffenen Bevölkerungsschichten weiterhin nicht von dem stattfindenden Bauboom profitieren. Hinzu kommt, dass immer mehr Wohnungen als reines Investitionsobjekt oftmals leer stehen oder nur sporadisch genutzt werden.

Nachhaltiges Bauen

Nachhaltigkeit im Bauwesen bedeutet im eigentlichen Sinne die umfassende Abwägung möglichst aller Faktoren in einem Planungs- und Bauprozess und der daraus folgenden Betriebsphase bis hin zur Verwertung – dem Abriss. Neben einer sinnvollen Nachverdichtung sind die Aspekte der Flächenversiegelung bzw. der Erhaltung von Freiräumen und Grünflächen, Mobilität, Ressourcenschonung, soziale Verträglichkeit, Energieeffizienz und vieles mehr bei einer nachhaltigen Umsetzung von Projekten gegeneinander abzuwägen. Immer steht also die ganzheitliche Sicht auf ein Projekt im Vordergrund und nicht das kurzzeitige und nur scheinbare Lösen von Problemen.

Auf Quartiersebene sind konkret folgende Entwicklungsoptionen zu nennen:

Verwildertes Grundstück

Die Artenvielfalt ist in der Stadt mittlerweile umfangreicher als in landwirtschaftlich genutzten Flächen. Gerade erst ist ein dramatischer Bericht des NABU über das Insektensterben veröffentlicht worden. Das verwilderte Grundstück ist in seiner jetzigen Form ein einzigartiges Rückzugsrefugium für die zahlreiche Vogelwelt im Block. Dies bedeutet im Rückschluss, dass das Insektensterben im Block noch nicht so weit vorangeschritten sein kann. Es ist also eine große Chance die bestehende Fauna und Flora zu erhalten und zu stärken. Dies kann durchaus mit einer auf dieses Potential Rücksicht nehmenden Verdichtung geschehen und bedeutet letztendlich eine deutlich maßvollere Bebauung, welche das verwilderte Grundstück ausklammert. Flankiert werden sollten die Baumaßnahmen selbstverständlich mit weiteren Maßnahmen wie begrünten Dächern und Fassaden und wertvoller Außenraumgestaltung für Mensch und Tier. Hoffnung macht hier die Entwicklung des Schwedenparks an der Brabantstraße. Hier ist es gelungen zwei Drittel der Fläche als Stadtbitop zu erhalten.

Mikroklima – Makroklima

Der Block Boxgraben | Südstrasse | Reumontstrasse | Mariabrunnstrasse zeichnet sich im Besonderen dadurch aus, dass er in seiner Ausdehnung zwei Blöcken entspricht. Dies ist dadurch begründet, dass die Beethovenstrasse, welche hinter dem ehemaligen Finanzamt verläuft, nie bis zur Mariabrunnstrasse durchgeführt worden ist. Hierdurch ist eine sehr hohe Vegetationsdichte im gesamten Block entstanden und ein großer alter Baumbestand zu finden. Einen so großen Blockinnenbereich gibt es in Aachen nicht noch einmal. Auch wenn ein direkter Anschluss an die für Aachen sehr wichtigen Kaltluftschneisen zur Versorgung der Innenstadt mit Frischluft nicht unmittelbar gegeben ist, ist auf jedem Fall die Selbstregeneration der Luft im Block und angrenzender Bebauung vorhanden. Dies ist im Zusammenhang mit dem als Bundesstraße 1 direkt angrenzenden Boxgraben umso wichtiger.

Warum sollte also bei einem so wichtigen Thema für die Stadt Aachen, wie der Luftreinhaltung, vorhandenes Potential an der richtigen Stelle durch Ausgleichsmaßnahmen am Rande Stadt ersetzt werden. Hinzu kommt noch, dass erst wieder 30 Jahre vergehen müssen, um annähernd die nun vorhandene Ökomasse zu erreichen. Ganz praktisch gesehen kostet es ein Vielfaches Bäume am Straßenrand (welche selbstverständlich auch eine große Qualität besitzen) zu pflanzen gegenüber Pflanzungen im Block, geschweige denn bestehende Bäume nicht zu fällen.

Nutzungsmischung

Mit dem ehemaligen Kaldegelände gibt es eine so innenstadtnah gelegene Gewerbefläche, welche sonst in der Stadt kaum noch zu finden ist. Die Fläche und die angrenzenden Gebäude bieten Möglichkeiten für eine verträgliche und emissionsarme Produktion in der Stadt. Mit diesem Themenbereich beschäftigt sich bereits die Initiative Made-in-Aachen (MIA). Eine vitale Stadt lebt von der Funktionsmischung und hierzu gehört das Arbeiten. Neben kurzen Arbeitswegen können auch kurze Versorgungswege entstehen. Die bestehenden Hallen sind durchaus für lokale Handwerksbetriebe interessant. In den umgewandelten Fabriketagen und Lagerflächen könnten sich kleine Unternehmen und Startups ansiedeln. Hier wäre sicher auch ein Weiterbau der sehr schönen vorhandenen Fabrikarchitektur vorstellbar. Zentral sollte aber der Erhalt des Werkhofcharakters stehen. Denkbar sind sicher auch Durchbrüche und Zufahrten zur Erschließung und Vernetzung in den Block.

Soziale Einrichtungen

Das in der Machbarkeitsstudie angedachte betreute Wohnen würde einen neuen sozialen Aspekt in die Struktur des Blocks einbringen und ist eindeutig zu begrüßen. Das Luisenhospital als Betreiber oder Expansionspartner steht hier gewiss schon bereit. Aber auch hier muss die Frage gestellt werden: wer wird sich dieses Servicewohnen leisten können? Zu befürchten steht, dass dies ähnlich wie beim heute stattfindenden Zubau von Wohnraum auch wieder nur ein bestimmter Anteil unserer Stadtgesellschaft sein wird.

Warum muss überhaupt betreutes Wohnen in separierten Gebäuden stattfinden? Barrierefreie Wohnungen mit Unterstützung von Pflegestationen sind durchaus im `normalen´ Wohnungsbau vorstellbar. Dies fördert ebenso die Durchmischung der Bewohnerstruktur wie andere Maßnahmen (z.B. eine große Spannbreite an Wohnformen oder flexible Wohnungsgrundrisse)

Der angedachte Bau einer Kita ist zu begrüßen und würde den Block weiter beleben. Aber wenn es nur darum geht, lukrativen Baugrund (Büchelquartier) nicht mit einer Kita zu belasten, muss deutlich in Frage gestellt werden, ob eine dritte Kita plus OGS im Block am richtigen Platz geplant wird. Kitas sollten dort realisiert werden, wo der Bedarf besteht. Ansonsten werden unnötige Wege in der Stadt mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen generiert.

Mobilität im Quartier

Die Nähe zum Hauptbahnhof und zum Bahnhof Schanz, sowie die gute Busanbindung und insbesondere die fußläufig oder mit dem Fahrrad schnell zu erreichende Innenstadt lässt den Verzicht auf das eigene Auto als eine sehr realistische Perspektive erscheinen. Viele Städte haben dies bereits vorgemacht. Als ein Beispiel in der Nähe ist das Quartier Stellwerk60 in Köln-Nippes zu nennen. Ergänzend zu einem autofreien Konzept sollten natürlich genügend Möglichkeiten zur Unterstellung von Fahrädern und ein Verleih von Lastfahrrädern angedacht werden. Auch eine Station von VeloCity sowie weitere Stellplätze für Cambio könnten ein autofreies Konzept abrunden. Eine zusätzliche Verkehrsbelastung könnte somit vermieden werden und ganz nebenbei ist dies ein weiterer Schritt zur Luftreinhaltung in Aachen.

Parkhaus Luisenhospital

In der Machbarkeitsstudie (erste Veröffentlichung S. 19) ist die Erweiterung des Parkhauses ein ganz wesentlicher Punkt. Zunächst fragt man sich, warum nicht eine Tiefgarage, wie in anderen Wohnbauprojekten üblich, die erste Option ist. Ein so massiv erweitertes Parkhaus samt vorgesehener Mantelbebauung bedeutet räumlich einen sehr weitgehenden Eingriff in den Block. Gerade wegen der täglichen Auslastung des Parkhauses – es steht vielen Tagesszeiten beinah zur Hälfte leer- muss die Frage gestellt werden, ob nicht die vorhandenen Kapazitäten ausreichend sind. Vor dem Hintergrund eines durchaus möglichen alternativen Mobilitätskonzept, wird die Erweiterung des Parkhauses vollkommen absurd. Auch die vom Boxgraben zugängliche und als Einstellplatz genutzte Fabrikhalle bietet noch viel Potential, insbesondere wenn hier noch Parksysteme eingebaut würden.

Zum Bau des Parkhauses hat es ein Verkehrsgutachten gegeben. Aus diesem Gutachten sind andere Verkehrsführungen abgeleitet und umgesetzt worden. Aus Sorge um die Schul- und Kindergartenwege der hier befindlichen Einrichtungen sind die Mariabrunn- und Reumontstrasse komplett und die Weberstrasse teilweise zu Einbahnstraßen umgewidmet worden. Eine Erweiterung des Parkhauses dürfte nur schwerlich mit dem damals erstellten Gutachten in Einklang zu bringen sein.

Bunker wird Energiespeicher

Als Alternative den Bunkers Südstrasse zu noblen Loftwohnungen umzubauen, könnte über eine Nutzung als Energiespeicher nachgedacht werden. Regenerative Energien brauchen Speicher. Diese könnten in solchen `Räumlichkeiten´ untergebracht werden. Neben Batteriespeichern kann man auch über thermische Speicher nachdenken, da das Fernwärmenetz der Stawag direkt durch Südstrasse verläuft und sich ebenfalls ein Gaskraftwerk der Stawag in direkter Nähe befindet. Überkapazitäten aus dem Fernwärmenetz könnten so gepuffert werden. Auch ein Eisspeicher, welcher durch solare Gewinne im Sommer bestückt wird und zur Versorgung der umliegenden Gebäude genutzt werden könnte, wäre ebenfalls denkbar. Als ein Beispiel für einen Energiespeicher ist hier der Hamburger Energiebunker zu nennen.

Bei einer solchen Nutzung besteht die Möglichkeit den Artenschutz zu berücksichtigen. Nach Aussagen vieler Bewohner gibt es sehr viele Fledermäuse, darunter wahrscheinlich auch geschützte Arten, im Block. Bei einem Umbau zu Loftwohnungen müssten die Fledermäuse umgesiedelt werden und wären nicht mehr Teil der Artenvielfalt im Blockinnenbereich.

Neue Wohnbebauung

Ein Zubau von Wohnungen im Block ist in Zusammenhang mit den vorgenannten Aspekten zu betrachten und zu planen. Die Bebauung selbst sollte aber auch den Anforderungen des nachhaltigen Bauens entsprechen. Hier ist explizit nicht der grassierende Dämmwahn mit gemeint. Verordnungen wie die Energieeinsparverordnung müssen kreativ ausgelotet werden (z.B. der Bunker als Energiespeicher). Bauweisen, wie eine Holztafelbauweise mit hohen Vorfertigungsgrad, entlasten nicht nur die Baustelle, sondern verkürzen auch die Bauzeit, was wiederum die Investitionen verringern würde. Ressourcen können auf diese Weise geschont werden und die Baumaterialien am Ende Ihre Lebenszeit wieder dem natürlichen Kreislauf zugeführt werden. Selbstverständlich können auch andere Bauweisen nachhaltig umgesetzt werden.

Die Grundrissgestaltung sollte flexibel gestaltet sein. In Aachen ist der Typ des Dreifensterhauses sehr verbreitet. Dieser Haustyp ist in der Gründerzeit optimiert worden und bietet sehr vielen verschiedenen Wohnformen Platz, da die Räume nicht auf spezielle Nutzungen abgestellt sind. Vor dem Hintergrund dieser Tradition und der großen Spannweite guter Wohnungsgrundrisse sind Lösungen für jedes Alter und jede Lebenssituation eine Möglichkeit, welche eine langfristige und vielseitige Nutzung der neuen Wohnungen verspricht und letztendlich zu einem gemischten Quartier führt.

Nachhaltige Vorgehensweise

Gerade vor dem Hintergrund der Nominierung für den deutschen Nachhaltigkeitspreis trägt die Stadt Aachen eine große Verantwortung für die Umsetzung der Nachhaltigkeit in der Stadt. Maßnahmen zur Nachhaltigkeit dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Durch die Vernetzung der Projekte wird der Mehrwert erst erkennbar und es ist möglich neue Wege bei der Umsetzung der Nachhaltigkeit zu beschreiten.

Steuerungsmöglichkeiten

Die städtischen Verwaltung hat durchaus Mittel in der Hand um diese Prozesse zu steuern. Konkret muss Sie einen vorhabenbezogenen Baubauungsplan genehmigen. Städtischer Grund muss für die Realisierung der bisher vorgelegten Machbarkeitsstudien an den Investor verkauft werden. Die Stadt muss einer Nutzungsänderung von Gewerbeflächen in Wohnflächen zustimmen. Sie muss Abrissgenehmigungen erteilen. Die im Flächennutzungsplan festgelegte Grünfläche – dies betrifft die gesamte Projektfläche – müsste zu einer Wohnnutzung umgewidmet werden. Die vom Umweltamt formulierten Anforderungen für den innerstädtischen Naturschutz könnten konsequenter durchgesetzt werden. Einer Auslagerung einer Kita aus dem neuen Büchelquartier in den Block müsste die Stadt nicht zustimmen. Auch wenn durch einen der Investoren an anderer Stelle in der Stadt (Altstadtquartier Büchel) wichtige städtebauliche Impulse gesetzt werden, darf es nicht sein, dass hieraus ein Druckmittel zum Durchsetzen von Interessen dort und eben auch an anderer Stelle entstehen.

Partizipation

Die mit der Initiative angestrebte Partizipation an der Projektierung der Luisenhöfe sollte als Chance für eine nachhaltige Entwicklung begriffen werden. Es geht, wie schon in der ersten Beschreibung der Machbarkeitsstudie geäußert, nicht um die Verhinderung der angedachten Bebauung. Vielmehr sollten die berechtigten Anliegen der Anwohner gehört und mit in die Planungen einbezogen werden. Anderorts ist dies auch möglich gewesen.

'Es hat zu guten Ergebnissen geführt, wenn Anwohner, Investoren, Politiker und Stadtplaner ihre differierenden Ansprüche zur Zukunft des Quartiers miteinander verhandeln müssen.' (Wem gehört die Stadt)



Liebe Nachbarn,

ich möchte mich mit dieser Initiative im Zusammenhang mit den Plänen zur Bebauung des Blockinneren Boxgraben | Südstrasse | Reumontstrasse | Mariabrunnstrasse an Sie wenden.

Ausgangslage

Am 28|29.12.2016 sind zu den Bebauungsplänen für unseren Blockinnenbereich Artikel in den Aachener Nachrichten bzw. der Aachener Zeitung erschienen. In diesen Artikeln werden die Pläne von zwei Investoren zur Bebauung des Blockinneren Boxgraben | Südstrasse | Reumontstrasse | Mariabrunnstrasse vorgestellt. Hintergrund ist hier, dass ein großes zusammenhängendes Grundstück samt Gebäuden beginnend im ehemaligen Fabrikhof Boxgraben 73/75 über eine Grünfläche bis zur Südstraße 42 samt Bunker an die Investoren Landmarken und Aixact (heute Schloss Rahe GmbH) verkauft worden ist. Die Beschreibungen in dem Zeitungsartikel lassen schon angestrebte Dichte erahnen. Zwar sind in diesem Artikel bereits Einwände durch die Kommunalpolitik gegenüber den Plänen gemacht worden, aber ich halte es für sinnvoll die Möglichkeiten für die Gestaltung und Umsetzung der geplanten Bebauung auch von Seiten der Anwohner mit zu gestalten. Die Artikel stehen noch online unter dem Stichwort Luisenhöfe zur Verfügung. Außerdem ist in der 16. Onlineausgabe (Herbst/Winter 2016) der Landmarken AG eine deutlich moderatere Bebauung zu sehen als die unten Beschriebene. Die links zu den Veröffentlichungen sind am Ende des Textes zu finden.

Vorstellung Bauausschuß

Am 12.01.2017 sind in der nichtöffentlichen Sitzung des Planungsausschusses zwei Varianten für eine Bebauung in unserem Block vorgestellt worden. Ich habe in diese Planungen Einsicht nehmen können. Die sog. Variante 5 sieht eine sehr dichte Überbauung der Blockinnenfläche bis an die nicht zugänglichen städtischen Fläche des verwilderten Grundstücks (ehemaliger Reitplatz) nördlich des von der Südstraße aus zugänglichen Garagenhofs vor. Das verwilderte Grundstück soll für eine Kita plus Außenflächen genutzt werden.

Umfang

Insgesamt ist ein Zubau von schätzungsweise 15 000 m² Wohn- und Nutzfläche (im weiteren NF genannt) geplant. Dies bedeutet, dass mit Verkehrsflächen, technischen Flächen und Konstruktionsflächen bei einer optimalen Ausführung Flächen von ca. 27 000 m² (im weiteren BGF genannt) entstehen werden. Dies ist die Fläche von ca. 3 Fußballfeldern, wenn auch gestapelt.

Parkhaus Luisenhospital

Das Parkhaus des Luisenhospitals soll in der Tiefe um 8 Stellplätze, also mindestens 15 m, auf das ehemalige Fabrikgrundstück Boxgraben 73/75 erweitert werden. Sprich es wird hier über einen Zubau von ca. 120 bis 130 Stellplätzen nachgedacht, was ebenso die Dimension des Zubaus in unserem Block verdeutlicht. Im Normalfall muss für jede neue Wohnung ein Stellplatz nachgewiesen werden.

Ehemaliges Kaldegelände

Von der Bebauung des ehemaligen Fabrikgeländes, welche eine sehr reizvolle bauliche Situation darstellt, bleibt beinah nichts mehr übrig. Selbst der bildprägende Uhrenturm soll abgerissen werden. Das ehemalige Fabrikgelände wird zum größten Teil mit Altenwohnen neu bebaut. Dahinter gibt es einen zweiten Stich mit Wohngebäuden vom Park der ehemalige Werkkunstschule in Richtung Norden. Alle Gebäude sollen 5-6 geschossig ausgeführt werden.
Die Zugänglichkeit per Auto für die gesamte Bebauung soll über die Mariabrunnstrasse parallel zum Parkhaus Mariabrunnstrasse entlang des dort befindlichen Kindergartens erfolgen.

Variante

Die Variante 6 unterscheidet sich nur durch eine noch höhere Dichte indem auch der Garagenhof, welcher von der Südstraße zugänglich ist, überbaut wird. Aus den Plänen sind weitere Details zu lesen, welches aber hier den Rahmen sprengen würden. Einen Namen hat das Projekt auch schon: Luisenhöfe.

Grüner Innenblock und städtebauliche Qualitäten

Unser Block hat ein großes Potential gerade wegen seiner Größe und Durchgrünung, was in so einer Innenstadtnähe nicht noch einmal in Aachen vorkommt. Es gibt einen alten Baumbestand, welcher sicher in Teilen weichen müsste. Bis zum vorletzten Sommer hat hier ein Falkenpaar gebrütet. Z.Zt. der Nestsuche im letzten Jahr war über Wochen ein unerklärliches Geräusch aus Richtung des neu erworbenen Grundstücks zu hören, welches die Falken möglicherweise vertrieben hat.

Das ehemalige Fabrikgelände hat so viel räumliche Qualitäten, dass es ein Verlust wäre diese Bebauung einfach abzureißen. Auch wenn es z.Zt hauptsächlich zu logistischen und Dienstleistungszwecken genutzt wird, wäre hier eine öffentlichere Nutzung sicher gewinnbringend für das Viertel.

Motivation

Mein Ansinnen ist es sicher nicht einen Zubau in unserem Block komplett verhindern zu wollen. Aber dies sollte moderat geschehen unter Berücksichtigung der Qualitäten des Blocks sowie der Interessen der Anwohner. Eine nachhaltige Stadtentwicklung bedeutet nicht alleine eine Verdichtung der Innenstädte um jeden Preis, um das weitere Ausfransen an den Rändern zu vermeiden. Für eine nachhaltige Stadtentwicklung ist es ebenso erforderlich, dass Flächen für Mensch und Tier innerhalb der Stadt freigehalten werden. Dies wird mittlerweile auf vielen verschiedenen administrativen Ebenen als grüne Infrastruktur bezeichnet. Die Artenvielfalt ist in den Städten mittlerweile oft größer als auf dem Land. Zudem – so lässt der Name Luisenhöfe vermuten – werden die Zielgruppe der zukünftigen Bewohner sicher nicht die Menschen sein, die dringend Wohnraum benötigen. Den Bau einer dritten Kita in unserem Block bietet der Investor an, um diese nicht in der Innenstadt im sog. Altstadtquartier (Büchel) bauen zu müssen. Eine weitere Kita würde den Block sicher positiv beleben, aber Kitas sollten dort gebaut werden, wo der Bedarf besteht. Die Stadt prüft, ob in unserem Viertel überhaupt der Bedarf einer weiteren Kita besteht.

Forderungen Planungsausschuß

Der Planungsausschuss hat die Planung als zu dicht beanstandet und ein Modell zur Verdeutlichung der angestrebten Dichte gefordert. In den Plänen sind alle Dachflächen als Gründächer gezeichnet, was eindeutig die Dichte der Bebauung verschleiern soll. Auch in der Verwaltung und der Kommunalpolitik ist erkannt worden, dass eine grüne Infrastruktur mit all seinen Potentialen für Aachen einen großen Mehrwert hat und zur Attraktivität der Stadt erheblich beiträgt.

Möglichkeiten

Noch gibt es keinen Bebauungsplan für unseren Block. Es gibt jetzt also noch sehr viele Möglichkeiten auf die Aufstellung des Bebauungsplans Einfluss zu nehmen. Eine Bebauung ist z.Zt. für den Investor nicht so einfach möglich. Ich möchte hier gerne in einen konstruktiven Dialog treten und Sie als Nachbarn und Anwohner dazu einladen.

Blog

Die Initiative ist auf Unser AC gestartet und wird hier auch weiterhin zeitnah aktualisiert. Zusätzlich ist ein blog mit der domain luisenhoefe-aachen.de online gegangen. Mit dieser Seite und den Kommentarfunktionen möchte ich die Möglichkeit eröffnen, Diskussionen zu bestimmten Teilaspekten oder übergeordneten Themen zu führen.

Eine Bitte

Ich möchte aber schon an dieser Stelle um einen moderaten und professionellen Umgang mit diesem Thema bitten, da auch ein Investor ein berechtigtes Interesse hat, seine Investition wirtschaftlich darzustellen. Ich möchte mich aber vehement gegen eine Gewinnoptimierung wehren, welche zu Lasten unseres Blockes geht und nur kurz- bis mittelfristige Ziele im Auge hat.

Hierfür möchte ich um Ihre Mithilfe und Unterstützung bitten.

Liebe Grüße

Karsten Schellmat


www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/planer-nehmen-naechsten-aachener-bunker-in-angriff-1.1279992

www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/luisenhoefe-sollen-in-bester-innenstadtlage-attraktives-wohnflair-bieten-1.1596340

www.landmarke-magazin.de/fileadmin/Ausgaben-Landmarke-Magazin/16/160921-Landmarke%2016-RZ.pdf




Was willst Du erreichen?

Dialog mit Nachbarn bzw. Anwohnern, dem Investor sowie der Stadt Aachen und der Kommunalpolitik.


Was hast Du bereits getan?

Ein erstes Treffen von Interessenten hat stattgefunden.

Mit den Teilnehmern dieses Treffen findet ein regelmäßiger Austausch statt und es kommen kontinuierlich weitere Interessenten hinzu.

Um die Möglichkeit eine Onlinediskussion zu führen zu erhalten, ist zusätzlich ein Blog aufgesetzt worden.


Wenn Ihr mitmachen möchtet, meldet Euch bitte über das Kontaktormular beim Initiator.

Neuigkeiten

13. Mai 2018 Sitzung Planungsausschuss - bitte zahlreich erscheinen | Besetzung Preisgericht

Am kommenden Donnerstag den 17.05 um 17:00 im Verwaltungsgebäude Marschiertor, Lagerhausstraße, Sitzungssaal 170 tagt der Planungsausschuss der Stadt Aachen. Hier wird darüber entschieden, ob die mit der Verwaltung abgestimmte Version der Auslobung als Grundlage für städtebaulichen Wettbewerb für die Blockinnenbebauung als Grundlage für den städtebaulichen Wettbewerb herangezogen wird. Wir haben allen planungspolitischen Sprechern eine detaillierte Kommentierung der Ausschreibung zukommen lassen. Die Hauptkritik ist weiterhin die viel zu hohe Dichte mit der das Gelände bebaut werden soll.

Dichte der Bebauung

Hauptsächlich aus diesem Grund ist das Projekt bereits dreimal im Planungsausschuss gescheitert. Da sich unserer Recherche nach die Dichte gegenüber den vorangegangenen Planungen, wenn dann nur marginal verändert hat, muss diese Kritik eigentlich weiterhin Bestand haben. In der Ausschreibung sind viele Anmerkungen aus der von den Investoren so betitelten Ideenschmiede aufgenommen worden; was zunächst löblich ist. Diese Anforderungen sind aber nur als weiche Faktoren mit Umschreibungen wie – könnte oder sollte – benannt. Gelangt man dann zu den harten Anforderungen, hier im speziellen zu der sog. Bruttogeschossfläche von 21.000 m², ist schnell klar, dass die vorgenannten Forderungen nur sehr eingeschränkt umzusetzen sind. Rechnet man die Fläche auf eine bebaute Grundfläche um, bedeutet dies, dass auf dem Gelände 5 viergeschossige Riegel von 70 Länge bei einer Gebäudetiefe von 15 m errichtet werden müssten. In dieser Grundfläche sind die Flächen für das Parken und die Erschließung der Gebäude noch enthalten. Es sollen auf diese Weise rund zweihundert Wohnungen entstehen.

Unversiegelte Fläche

Ein weiterer großer Kritikpunkt ist die Angabe von 50% unversiegelter Fläche. Es wird aber nicht erläutert, worauf sich die unversiegelte Fläche bezieht. In einem Gespräch mit der Verwaltung ist uns mitgeteilt worden, dass zur Errechnung dieses Anteils unversiegelter Fläche auch die privaten Grünflächen herangezogen werden sollen. Im Umkehrschluss würde dies streng genommen bedeuten, dass bei einer vollen Ausnutzung dieser Fläche kein anderer Eigentümer mehr weitere Fläche versiegeln darf, sprich seine Wohnfläche nicht mehr erweitern kann.

Sitzung des Planungsausschusses am 17.05.2018

Aus diesem Gründen ist wichtig, dass wir zahlreich als Awohner*innen und Beteiligte in der Sitzung des Planungsausschusses erscheinen und die dort geführte Debatte mitverfolgen. Leider sind in diesem Gremium keine Wortmeldungen zugelassen, aber eine starke Präsenz wird sicher die Debatte über das Vorhaben befördern. In der Sitzung des Bezirksausschusses Mitte ist die Vorlage der Ausschreibung zum städtebaulichen Wettbewerb, trotz der dort von uns angebrachten Kritik, zur Ausführung empfohlen worden. Eine Entscheidung trifft aber erst der Planungsausschuss.

Benennung eines Preisrichters aus den Reihen der BI

Der BI Luisenhöfe und damit den Anwohneren ist das Angebot gemacht worden einen stimmberechtigten Preisrichter sowie einen Stellvertreter für die Jury des Wettbewerbs zu stellen. Die Besetzung des Preisgerichts ist mit 5 Vertretern aus den Reihen der Investoren sehr parteiisch ausgefallen. Dennoch möchten wir diese Chance nutzen, um bei der Gestaltung des Blockinneren auf dieser Ebene soweit wie möglich unsere Forderungen durchzusetzen.

Als BI möchten wir hier Herrn Paul Dunkel vorschlagen. Er hat bereits viele Projekte im Bereich des Städtebaus und der Regionalplanung begleitet und umgesetzt. Studiert hat er Städtebau und Regionalplanung an der FH Aachen sowie Architektur an der Academie van Bouwkunst Maastricht. Zudem ist er ein Anwohner aus der Südstraße.

Die Funktion als Stellvertreter würde ich – Karsten Schellmat – selber übernehmen wollen. Ich bin ebenfalls Architekt sowie Nachhaltigkeitskoordinator gemäß dem Bewertungssytem Nachhaltiges Bauen. Nach vielen Jahren Berufstätigkeit in verschiedenen niederländischen Architekturbüros bin ich nun seit einigen Jahren für das Land NRW tätig. Ich wohne am Boxgraben.

Wir möchten auf diesem Wege abfragen, ob alle Anwohner sich durch Herrn Paul Dunkel sowie durch mich in der Jury des Wettbewerbs richtig vertreten sehen. Sollte dies nicht der Fall sein, möchten wir darum bitten, dies am besten per E-Mail via info@luisenhöfe-aachen.de mitzuteilen. Gerne beantworten wir auch Fragen zum Verfahren an sich und selbstredend auch zu unserem fachlichen Hintergrund.



Link:
luisenhoefe-aachen.de/2018/05/13/014-sitzung-planungsausschuss-bitte-zahlreich-erscheinen-besetzung-preisgericht/


05. Mai 2018 Vogelkundliche Begehung - Boxpark

06.05.04.2018 | 7:30 - TREFFPUNKT BOXGRABEN 59-61

Morgen findet die  vogelkundliche Begehung im 'Boxpark' mit Frau Fürtjes | AK Ornithologie des NABU-Aachen statt. Auch wenn dies für einen Sonntag Morgen sehr früh ist, wird es sicher sehr interessant mehr zu den bereits beobachteten und gehörten Vögeln im hier im Blockinnerern zu erfahren. Eine kurze Rückmeldung, um die Anzahl der Personen einschätzen zu können, wäre toll. Kurzfristig Entschlossene sind aber selbstverständlich auch gerne willkommen.

info[at]luisenhoefe-aachen.de

Zusätzlich noch die Hinweise zu zwei Artikeln in den Aachener Nachrichten vom 02.05. bzw. 03.05:

Luisenhöfe: Bürgerinitiative befürchtet hohe Bebauungsdichte

„Deutliches Interresse“ an Erweiterung des Parkhauses

Beide Artikel werden wahrscheinlich erst Montag komplett zu lesen sein. Es besteht dann oder auch schon vorher, soweit bereits gelesen, die Möglichkeit diese Artikel über den Blog (am besten über den Beitrag # 012 | Ausschreibung Wettbewerb ist veröffentlicht) zu kommentieren oder direkt bei der Aachener Zeitung einen Leserkommentar zu platzieren.


30. April 2018 Ausschreibung Wettbewerb ist veröffentlicht

Die Investoren drücken aufs Tempo. Die Verwaltung der Stadt Aachen legt der Bezirksvertretung Mitte und dem Planungsausschuss die Ausschreibung für den Planungswettbewerb (siehe hier) vor. Es wird empfohlen der vorgelegten Fassung zuzustimmen.

Partizipation der Anwohner

Durch die Investoren ist am 17.04 eine Informationsveranstaltung zu den Plänen für die Luisenhöfe durchgeführt worden. Es haben dort mehr als 60 Anwohner*innen teilgenommen und die Veranstaltung war von großem Mistrauen der Teilnehmer*innen gegenüber den Plänen Investoren geprägt. Im Rahmen dieser Veranstaltung ist auch ein sog. Workshop veranstaltet worden. Die Ergebnisse dieses Workshops sollten in die Ausschreibung einfließen. Die Dokumentation der Informationsveranstaltung und des Workshops liegen mittlerweile vor. Diese ist sehr durch die Investoren eingefärbt. Vom Moderationsbüro ISR ist die Dokumentation im Nachgang als 'Ideenschmiede' betitelt worden und soll Anlage der Ausschreibung beigefügt werden. Gleichzeitig wird bereits die Ausschreibung von der Verwaltung den Fraktionen für die kommende Sitzung der Bezirksvertretung Mitte am 09.05 und des Planungsausschusses am 17.05 zur Abstimmung vorgelegt worden. Eine wirkliche Partizipation der Anwohner sieht anders aus - eher kann man dies als 'Partizitainment' bezeichnen.

Ausschreibung und 'Ideenschmiede'

Nach erster Durchsicht sind einige Anregungen aus den Workshops als weiche Faktoren in die Ausschreibung eingeflossen. Das Wettbewerbsverfahren ist geändert und es wird nach der ersten Phase eine Bürgerinformation durchgeführt. Dennoch ist fraglich, warum der Prozess nun so beschleunigt wird und nicht im Vorlauf die von uns geforderten Leitlinien für eine Ausschreibung oder die Inhalte der Ausschreibung mit den Anwohnern abgestimmt werden. Zunächst wollten wir um Korrekturen in Bezug auf die 'Ideenschmiede' bitten. Da aber die BI  nicht den Prozess der Abstimmung einbezogen worden ist und die Zeit drängt, möchten wir nun um Rückmeldungen zu der Auslobung und der 'Ideenschmiede' über die Kommentarfunktion (am Ende des Beitrages) bitten. Als BI werden wir Mitte der Woche unsere Anmerkungen zusammentragen und formulieren. Es wäre sehr gut, wenn hier viele Kommentare von dem Vorhaben Betroffener mitgenommen werden könnten.

Wertz-Gelände

Zum Schluss möchte ich noch auf einen Artikel in den Aachener Nachrichten vom 27.04 hinweisen. Auch wenn von einem hier angesprochenen kaskadenartigen Weiterverkauf von Grundstücken bisher nicht die Rede ist, kann dies auch schnell für das Areal hier im Blockinneren zutreffen. Es gehört zu einer üblichen Vorgehensweise von Entwicklern Grundstücke mit großen Gewinnmargen weiterzuverkaufen. Letztendlich leidet dann immer die Qualität der Bebauung, da bereits an anderer Stelle Geld, dass in eine qualitätvolle Entwicklung fließen sollte, abgeschöpft worden ist.

Auslobung für den Planungswettbewerb

Vorlage Ratsinfo hier dann Top Ö5 aufrufen

Dokumentation Informationsveranstaltung und Workshop 'Ideenschmiede'



Link:
luisenhoefe-aachen.de/2018/04/30/012-ausschreibung-wettbewerb-ist-veroeffentlicht/


21. April 2018 Infoveranstaltung Luisenhöfe GmbH

Wir möchten an dieser Stelle auf zwei Artikel in der AN und der AZ hinweisen. Hier werden die bisher entwickelten Ideen gut zusammengefasst. Darüber hinaus gibt es sicher noch andere Ideen zur Entwicklung eines vitalen Viertels. Die Infoveranstaltung der Luisenhöfe GmbH am Dienstag den 17.04.2018 hat leider nicht zu Antworten auf präzise gestellte Fragen geführt. Antworten wurden entweder gar nicht gegeben oder nur sehr zögerlich und ausweichend gegeben.

Der anschließende Workshop hat in großen Teilen Aspekte ergeben, welcher einer gut erstellten Ausschreibung sowieso zugrunde liegen sollten. Eine Information darüber, in welcher Form und vor allem in welcher Relevanz die `Ergebnisse´ der Workshops in Ausschreibung einfließen werden ist, nicht vorgesehen. Lediglich die Dokumentation der Workshops soll veröffentlicht werden.

Artikel in den Aachener Nachrichten vom 09.04.2018

Artikel in der Aachener Zeitung vom 09.04.2018





06. April 2018 Infoveranstaltung der Luisenhöfe GmbH am 17.04.2018

Am 17.04.2018 von 18.30 bis 20.30 soll eine Informationsveranstaltung der Luisenhöfe GmbH zu den Plänen für eine Bebauung in unserem Block im Luisenhospital Saal 3 stattfinden. Während dieser zweistündigen Veranstaltung sollen die Anwohner die Möglichkeit haben Bedenken und Anregungen zu äußern. Zudem wird von einem moderierten Workshop gesprochen (siehe hier).

Anwohnerinformation der Luisenhöfe GmbH

Auch wenn dies eine Veranstaltung der Luisenhöfe GmbH ist, möchten wir dennoch so viel wie möglich Anwohner darum bitten, zu dieser Veranstaltung zu erscheinen. Diesen Termin sollten wir nutzen, um unsere Anliegen, Bedenken und Ideen zu formulieren. Es ist sehr fraglich, ob mit diesem Format und Zeitrahmen eine transparente und kooperative Bürgerbeteiligung erfolgen kann. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Auschreibung für den Wettbewerb bereits erstellt ist. Die Termine für den Ablauf des Wettbewerbs sind ebenfalls bereits festglegt.

Unsrere bisher formulierten Anforderungen lauten wie folgt:

Verkehr

  • Keine Erweiterung des Parkhauses, falls erforderlich, in einer Tiefgarage weitere Stellplätze oder an anderer Stelle außerhalb des Baublocks
  • Alternatives Mobilitätskonzept mit Schwerpunkt auf einem autofreien Quartier (CarSharing, Cambio, Velocity)

Bebauung

  • Maßvolle Verdichtung der Bebauung
  • Maßstäbliche Bebauung in Bezug auf die Umgebung
  • Solitäre parkartige der Atmosphäre des Blocks entsprechende Bebauung
  • Mischung von Wohnformen
  • Wohnungen für Familien
  • keine alleinige Fokussierung auf Service Wohnungen für ältere Mitbürger

Grün

  • Erhalt und Stärkung des verwilderten städtischen Grundstücks (analog zum Schwedenpark an der Brabantstraße) u.a. auch als Rückzugsort für die Tierwelt im Block
  • Durchgrünung der neuen Bebauung
  • Stärkung des bestehenden (Spiel-)Platzes durch die neue Bebauung.

Gewerbe

  • Weitestgehender Erhalt des Kaldegeländes
  • Nutzung für wohnverträgliches Gewerbe

Darüber hinaus muss aber zunächst eine grundsätzliche Perspektive für die strategische Entwicklung des Blocks und der umgebenden Starssen entwicklet werden.

Transparenz und Maßstäblichkeit

Um den Anwohnern den Umfang der geplanten Bebauung zu erläutern ist es sicher hilfreich, dass für den Planungsausschuss gefertigte Model zu präsentieren. Hierin kann selbstverständlich noch kein Entwurf dargestellt werden, aber das anvisierte Volumen der Bebauung und die Gebäudehöhen sind sicher bereits bekannt. Nur auf diesem Wege kann auch den fachlich nicht vorgebildeten Anwohnern transparent gemacht werden kann, in welchem Umfang Eingriffe in den Blockinnenbereich vorgesehen sind. Zudem müssen die geplanten Faktoren / Verhältnisse für die Überbauung und Versiegelung im Verhältnis zur jetzigen nicht bebauten Fläche offen gelgt werden.

 Das Plakat zum Ausdrucken mit Hinweis auf die Veranstaltung der Luisenhöfe GmbH ist hier zu finden.

https://luisenhoefe-aachen.de/2018/04/06/009-infoveranstaltung-der-luisenhoefe-gmbh-am-17-04-2018/  




Link:
luisenhoefe-aachen.de/wp-content/uploads/2018/04/20180206_LuHoe.pdf


27. März 2018 Gespräch am 22. März mit Luisenhospital

Auf Initiative des Luisenhospitals fand am 22. März ein Gespräch mit Mitgliedern unserer Initiative statt. Das Luisenhospital war durch die Herren Peters (Aufsichtsrat), Plum (Verwaltungsleiter) und Siebert (Architekt) vertreten.  Seitens der Initiative waren Frau Schütz und Frau Getz sowie den Herren Schellmat, Bauer und Poth anwesend.

Parkplätze für Mitarbeiter des Luisenhospitals

In diesem ersten Gedankenaustausch betonten die Vertreter des Luisenhospitals vor allem die Notwendigkeit der Schaffung weiterer Parkplätze insbesondere  für die Mitarbeiter des Krankenhauses, räumten aber gleichzeitig ein, dass das Parkhaus nur zu Spitzenzeiten ausgelastet sei. Die Notwendigkeit weiterer Parkplätze wurde damit begründet, dass das Angebot eines eigenen Parkplatzes für die Akquisition neuer Mitarbeiter ein entscheidendes Argument sei.

Geändertes Mobilitätsverhalten

Die Vertreter der Initiative wiesen auf die allgemeinen tiefgreifenden Veränderungen im Mobilitätsverhalten, auf die Notwendigkeit der Berücksichtigung neuer Mobilitätskonzepte und auf die hervorragende Anbindung des Krankenhauses an den ÖPNV hin. Außerdem berichteten sie über die wegen der Massivität und der schlechten architektonischen Qualität vorhandene große Ablehnung des bereits vorhandenen Parkhauses in der unmittelbaren Nachbarschaft und die mit Sicherheit zu erwartenden negativen Reaktionen einer Erweiterung.

Altenative Planung für erforderliche Stellplätze

Die Vertreter des Luisenhospitals berichteten auf Nachfrage über eine alternative Planung zur Schaffung weiterer Parkplätze in Form einer Tiefgarage auf dem eigenen Gelände. Diese könnten zwischen Bettenhaus und Bahnlinie des Krankenhauses in Zusammenhang mit dem Bau weiterer Operationsräume realisiert werden. Mit dieser Erweiterung wäre auch die bestehende Verpflichtung des Krankenhauses zur Schaffung einer parkähnlichen Grünfläche auf dem jetzigen Parkplatz vor dem Luisenhospital erfüllt. Eine Erweiterung des vorhandenen Parkhauses fasse man erst ins Auge, seitdem die Investoren Landmarken und Aixact ihre Planungsüberlegungen für das Baublockinnere Boxgraben, Mariabrunnstraße, Reumontstraße und Südstraße unterbreitet hätten. Hingewiesen wurde darauf, dass die Investoren ihre Pläne nur dann realisieren können, wenn das Luisenhospital ihnen ein Wegerecht von der Mariabrunnstraße aus einräumt.

Entschieden sei, so die Vertreter des Luisenhospitals, noch nichts.



Link:
luisenhoefe-aachen.de/2018/03/27/008-gespraech-am-22-maerz-mit-vertretern-luisenhospital/


19. März 2018 Alternatives Mobilitätskonzept

Die Stadt Aachen hat wie viele andere Städte mit der Luftreinhaltung zu kämpfen. Hierzu gibt es mehrere Ansätze, um die Qualität der Luft wiederherzustellen. Ein alternatives Mobilitätskonzept ist sicher ein ganz entscheidender Faktor in Bezug auf die Luftreinhaltung.

Green City Plan

Aktuell ist der sog. Green City Plan vorgestellt worden. Der Fokus liegt auf einem Umbau der Verkehrssysteme bzw. -infrastruktur, da hier Fördermittel z.T. von der Automobilindustrie bereitgestellt werden. Viele der dort vorgestellten Maßnahmen werden sicher zu einer besseren und zukunftsorientierten Stadtumwelt beitragen. Die hiermit beabsichtigte Reduzierung des Verkehrs kann aber nur mit einem Fokus auf den ÖPNV gelingen und muss noch mit weiteren Maßnahmen flankiert werden. Aus unserer Sicht gehört hierzu die Reduzierung, und wenn möglich die Vermeidung, von weiterem Individualverkehr bei innerstädtischen Neubaumaßnahmen.

Neue Stellplatzverordnung

Konkret geht es hier um die Erweiterung des Parkhauses des Luisenhospitals. Wir haben bereits mit den Investoren über ein alternatives Mobilitätskonzept diskutiert. Die damals noch hypothetische Diskussion – es müssen bei jeder Bebauung Regularien der Stellplatzverordnung eingehalten werden – hat durch die Vorstellung des Konzepts einer neuen Stellplatzverordnung für die Stadt Aachen eine reale Basis erhalten. Im Zusammenhang mit der Vorstellung des Konzepts, wurden selbst Investoren zitiert, die den Leerstand bereits gebauter Tiefgaragenplätze beklagen.

Beste Voraussetzung durch zentrale Lage

Der Block Boxgraben | Mariabrunnstraße | Reumontstraße | Südstraße besitzt eine sehr gute Anbindung an den ÖPNV, hat zwei Bahnhöfe in direkter Nähe, es sind mehrere Cambio Stationen in der Nähe, sicher werden auch bald Stationen von Velocity erstellt, die Innenstadt und die Uni ist mit dem Fahrrad sowie zu Fuß innerhalb kürzester Zeit erreichbar. Es darf also deshalb die Frage gestellt werden, warum bei einer solchen Lage nicht der Versuch gestartet werden kann, auf das Auto aktiv zu verzichten. Ein Beitrag zu einer Green City könnte also eine maßvolle Erhöhung des Wohnungsbestandes ohne Erhöhung der Verkehrsbelastung sein. Dies könnte ein an sich simpler Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität in unserer Stadt sein.

Reboundeffekt

Auch wenn die Verbesserung der Technik im Individualverkehr zu einer Minderung von Emissionen pro PKW führt, steht dem eigentlich immer ein mehr an Verkehr gegenüber. In der Summe erfolgt so keine Verbesserung. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch gerade die Diskussion in den Medien um den kostenlosen ÖPNV sowie das jüngste Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu Dieselfahrverboten.

Grüner Block

Zudem ist unser Block sehr durchgrünt. Diese Qualität würde einer intensiven Bebauung zum Opfer fallen. Es ist also fraglich, warum eine vorhandene grüne Struktur, welche sicher zur Luftreinhaltung in der Stadt beiträgt und an der richtigen Stelle in der Stadt ist, stark dezimiert werden soll. Es ist sicher nicht sinnvoll ein solches Grünpotential über Ausgleichspflanzungen an anderer Stelle außerhalb der Innenstadt neu entstehen zu lassen. Mit einer maßvollen Bebauung und der Errichtung eines autofreien Quartiers können die bestehenden Grünstrukturen erhalten bleiben und eventuell noch gestärkt werden.

Suffizienz (das richtige Maß)

Anstatt kontinuierlich die Effizienz als einziges Mittel zur Erreichung der Klimaziele auf das Tablet zu heben, sollten die Probleme im Kern angepackt werden und nicht nur an den Symptomen herumgedoktert werden. Es ist absolut erforderlich zunächst über Weiternutzen und Ertüchtigen nachzudenken, bevor an das Neukaufen z.B. von Autos nachdenkt. In seiner Gesamtheit führt dies zu einer viel größeren Minderung von Emissionen als die effiziente Optimierung von Fahrzeugen. Mit der Suffizienz gibt es hier eine Strategie, welche viele Möglichkeiten für eine Energie- und vor allem Ressourceneinsparung bietet.

Modellvorhaben für den Block - alternatives Mobilitätskonzept

Aus diesen Gründen sollte das geplante Projekt in das geplante Modellvorhaben zur Erprobung einer neuen Stellplatzverordnung der Stadt aufgenommen werden, gerade weil es so viele Vorteile für die Luftreinhaltung in der Innenstadt bietet.



Link:
luisenhoefe-aachen.de/2018/03/19/005-alternatives-mobilitaetskonzept/


15. März 2018 Treffen mit der BI Helios

Durch die Investoren ist während des gemeinsamen Gesprächs eine frühzeitige Anwohnerbeteiligung angeboten worden. Aus diesem Grund haben wir recherchiert, wie andere Beteiligungsprozesse verlaufen sind. Die Bürgerinitiative Helios in Köln Ehrenfeld hat bereits viel Erfahrungen im Umgang mit einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung gesammelt. Deshalb haben wir uns am 08.03.2018 mit Vertretern der BI getroffen und uns den Prozess der Bürgerbeteiligung bei dem Projekt Helios erläutern lassen. Insgesamt ist die Bürgerbeteiligung, laut Aussagen der BI Helios, positiv verlaufen. Dieser Prozess wurde von Politik und Verwaltung mitgetragen. Im Vorfeld wurde ein Moderationsprozess abgestimmt. Dennoch war es aber sehr wichtig kontinuierlich einzufordern, dass die BI an allen Gremien und Prozessen beteiligt wurde. Selbst bei den Gutachterverfahren und dem Wettbewerb zur Integralen Universitätsschule war die BI in der Jury vertreten.

Moderationsprozess BI Helios

Die Moderation zur Erarbeitung der Grundlagen für die Entwicklung des Heliosgeländes ist durch ein in Köln ansässiges Stadtplanungsbüro erfolgt. Durch die Stadt Köln ist dieser Prozess als Helios Forum auf den Seiten der Stadt Köln dokumentiert. Hier und vor allem auf der Website der BI Helios findet man alle Details zur Durchführung der Bürgerbeteiligung.

Moderation für die Luisenhöfe

Dies kann ein guter Ansatz sein, welcher selbstverständlich auf die Situation hier vor Ort angepasst werden muss, um zu ähnlich guten Ergebnissen wie in Ehrenfeld zu kommen. Als eine Art Schlussfolgerung hat uns die BI Helios mitgegeben, dass zum Abschluss des Moderationsverfahrens es unbedingt erforderlich ist, eine Redaktion der besprochenen Sachverhalte und Ergebnisse zu erwirken. Die Redaktion sollte außerdem unbedingt auch Bürger als Mitglieder haben. Die Ergebnisse dieser Redaktion sind dann in einen bindenden Schlussbericht sowie in einen Kodex für die zukünftige Planung und Nutzung eingeflossen.

Kodex zur Entwicklung des Geländes

Diese Art verbindliche Festlegungen sind aus unserer Sicht absolut erforderlich, da bisher nicht alle Beteiligten an dem zukünftigen Prozess bekannt sind. Dies ist auch noch nicht möglich, da vermutlich das Gelände der zukünftigen Luisenhöfe durch die Investoren nur bis zur Schaffung von Baurecht entwickelt wird. Alle in der Zukunft Beteiligten müssen sich aber ebenfalls an die vereinbarten Festlegungen gebunden fühlen und danach das Gelände entwickeln.



Link:
luisenhoefe-aachen.de/2018/03/12/006-treffen-mit-der-bi-helios/


12. März 2018 27.02.2018 Versammlung in der Suedoase

Am 27.02.2018 hat in der Suedoase KUNST & KULTUR eine erste Versammlung zur Information der Anwohner über den aktuellen Stand des Projektes Luisenhöfe stattgefunden. Zunächst einen besonderen Dank an die Suedoase, dass für das Treffen die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt worden sind. Zu dem Treffen sind ca. 30 Interessierte erschienen, welche sich zum größten Teil aus direkt betroffenen Anwohnern zusammensetzten.

Zu Beginn der Versammlung hat eine Information zum Stand der Planungen und der Vorstellung erster Ansätze zur Erstellung eines Anforderungskatalogs für den Wettbewerb für eine mögliche neue Bebauung stattgefunden. Es folgten Rückfragen zu Umfang der Bebauung, Dichte der Bebauung, Fokus der Initiative, zum verwilderten Grundstück, Vorgaben für den Wettbewerb, zum Vorgehen der Investoren | Entwickler, Entwicklungen in der Südstrasse sowie weitere Fragen (siehe Mitschrift der Diskussion). Diese Fragen sind soweit möglich beantwortet worden.

Danach ist umgehend eine lebhafte Diskussion in Gang gekommen. Hier sind viele Themen angesprochen worden, welche in den Katalog unserer bisher entwickelten Vorstellungen zur Gestaltung des Blocks einfließen werden. Stichpunkte aus der Diskussion sind die folgenden:

  • Qualität des Viertels – das Viertel wird als sehr lebendig empfunden
  • Identifizierung mit dem Viertel
  • Befürchtung vor Gentrifizierung – statt gesunder Mischung
  • Schlechte Erfahrung der Beteiligung von Bürgern im Zusammenhang mit dem Abriss der Werkkunstschule und der darauffolgenden Gestaltung des neuen Platzes
  • große Befürchtungen dass weiteres Grün verloren geht (Baumfällungen im Zusammenhang mit dem Abriss der Werkkunstschule)

Entwicklung für den Block

Aus dieser Diskussion hat sich die Frage nach einer übergeordneten Entwicklungsperspektive für den Block herauskristallisiert. Eine Entwicklung im Block sollte zunächst dem Block selbst, seiner unmittelbaren Umgebung und seinen Anwohnern zu Gute kommen. Aus dieser Perspektive sind umgehend sehr konstruktive Ideen entstanden wie z.B.

  • das ehemalige Kaldegelände als Gründerareal gerade in Zusammenhang mit und in Bezug auf die FH Design.
  • das geplante Wohnen für ältere Mitbürger sollte für Anwohner aus dem Viertel offenstehen und nicht alleinig einer Klientel mit starker Kaufkraft zugänglich sein. Ältere Menschen z.B. aus der Südstrasse sollen die Möglichkeit erhalten in direkter Nachbarschaft umzuziehen.
  • es sollten Wohnkonzepte entstehen, welche den Bedürfnissen einer modernen Stadt entsprechen und nicht den hochpreisigen Immobilienmarkt bedienen.

Anforderungen für den Wettbewerb

Da in der Diskussion einige übergeordnete Themen angesprochen wurden, die es zunächst zu klären gilt, halten wir die Erstellung einer Ausschreibung für einen Wettbewerb für verfrüht. Zunächst sollte in Form einer seriösen Anwohnerbeteiligung geklärt werden, welche Bedingungen für eine mögliche Bebauung gelten sollen. Die bisher erstellten und bereits veröffentlichten Anforderungen bieten hier eine gute Richtschnur. Zunächst müssen aber die grundsätzlichen Ziele für eine Entwicklung für unseren Blockinnenbereich erarbeitet werden.

Um diese Ziele auf eine breite Basis zu stellen, besteht die Möglichkeit diesen Beitrag zu kommentieren und auf diesem Weg seine Anmerkungen zu hinterlassen - auch für Diejenigen die nicht an der Versammlung teilnehmen konnten. Dies gilt auch für die am Ende der Diskussion angesprochene Thema der Gestaltung der Südstrasse im Zusammenhang mit der Kanalsanierung, bei der die Anwohner nicht beteiligt wurden.



Link:
luisenhoefe-aachen.de/2018/03/03/005-27-02-2018-versammlung-in-der-suedoase/


17. Februar 2018 Versammlung der Initiative in der Suedoase KUNST & KULTUR

Am 27.02.2018 um 19:30 wird eine Versammlung der Initiative in der Suedoase KUNST & KULTUR (Südstrasse 37 | 52064 Aachen) stattfinden. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Alles weitere über den unten stehenden link.



Link:
luisenhoefe-aachen.de/2018/02/15/004-versammlung-der-inititiave-in-der-suedoase/


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