Blockinnenbebauung Boxgraben | Südstrasse | Reumontstrasse | Mariabrunnstrasse

schellmat

Eine Initiative, die 15 Leute für eine gute Idee halten
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Kategorie
Politik, Bürgerbeteiligung
Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit und Energie
Start
28.03.2017
Aktualisiert
28.04.2017


Worum geht's?

 

Pläne zur Blockinnenbebauung Boxgraben | Südstrasse | Reumontstrasse | Mariabrunnstrasse

Liebe Nachbarn,

ich möchte mich mit dieser Initiative im Zusammenhang mit den Plänen zur Bebauung des Blockinneren Boxgraben | Südstrasse | Reumontstrasse | Mariabrunnstrasse an Sie wenden.

Am 28|29.12.2016 sind zu den Bebauungsplänen für unseren Blockinnenbereich Artikel in den Aachener Nachrichten bzw. der Aachener Zeitung erschienen. In diesen Artikeln werden die Pläne von zwei Investoren zur Bebauung des Blockinneren Boxgraben | Südstrasse | Reumontstrasse | Mariabrunnstrasse vorgestellt. Hintergrund ist hier, dass ein großes zusammenhängendes Grundstück samt Gebäuden beginnend im ehemaligen Fabrikhof Boxgraben 73/75 über eine Grünfläche bis zur Südstraße 42 samt Bunker an die Investoren Landmarken und Aixact (heute Schloss Rahe GmbH) verkauft worden ist. Die Beschreibungen in dem Zeitungsartikel lassen schon angestrebte Dichte erahnen. Zwar sind in diesem Artikel bereits Einwände durch die Kommunalpolitik gegenüber den Plänen gemacht worden, aber ich halte es für sinnvoll die Möglichkeiten für die Gestaltung und Umsetzung der geplanten Bebauung auch von Seiten der Anwohner mit zu gestalten. Die Artikel stehen noch online unter dem Stichwort Luisenhöfe zur Verfügung. Außerdem ist in der 16. Onlineausgabe (Herbst/Winter 2016) der Landmarken AG eine deutlich moderatere Bebauung zu sehen als die unten Beschriebene. Die links zu den Veröffentlichungen sind am Ende des Textes zu finden.

Am 12.01.2017 sind in der nichtöffentlichen Sitzung des Planungsausschusses zwei Varianten für eine Bebauung in unserem Block vorgestellt worden. Ich habe in diese Planungen Einsicht nehmen können. Die sog. Variante 5 sieht eine sehr dichte Überbauung der Blockinnenfläche bis an die nicht zugänglichen städtischen Fläche des verwilderten Grundstücks (ehemaliger Reitplatz) nördlich des von der Südstraße aus zugänglichen Garagenhofs vor. Das verwilderte Grundstück soll für eine Kita plus Außenflächen genutzt werden.

Insgesamt ist ein Zubau von schätzungsweise 15 000 m² Wohn- und Nutzfläche (im weiteren NF genannt) geplant. Dies bedeutet, dass mit Verkehrsflächen, technischen Flächen und Konstruktionsflächen bei einer optimalen Ausführung Flächen von ca. 27 000 m² (im weiteren BGF genannt) entstehen werden. Dies ist die Fläche von ca. 3 Fußballfeldern, wenn auch gestapelt.

Das Parkhaus des Luisenhospitals soll in der Tiefe um 8 Stellplätze, also mindestens 15 m, auf das ehemalige Fabrikgrundstück Boxgraben 73/75 erweitert werden. Sprich es wird hier über einen Zubau von ca. 120 bis 130 Stellplätzen nachgedacht, was ebenso die Dimension des Zubaus in unserem Block verdeutlicht. Im Normalfall muss für jede neue Wohnung ein Stellplatz nachgewiesen werden.

Von der Bebauung des ehemaligen Fabrikgeländes, welche eine sehr reizvolle bauliche Situation darstellt, bleibt beinah nichts mehr übrig. Selbst der bildprägende Uhrenturm soll abgerissen werden. Das ehemalige Fabrikgelände wird zum größten Teil mit Altenwohnen neu bebaut. Dahinter gibt es einen zweiten Stich mit Wohngebäuden vom Park der ehemalige Werkkunstschule in Richtung Norden. Alle Gebäude sollen 5-6 geschossig ausgeführt werden.
Die Zugänglichkeit per Auto für die gesamte Bebauung soll über die Mariabrunnstrasse parallel zum Parkhaus Mariabrunnstrasse entlang des dort befindlichen Kindergartens erfolgen.

Die Variante 6 unterscheidet sich nur durch eine noch höhere Dichte indem auch der Garagenhof, welcher von der Südstraße zugänglich ist, überbaut wird. Aus den Plänen sind weitere Details zu lesen, welches aber hier den Rahmen sprengen würden. Einen Namen hat das Projekt auch schon: Luisenhöfe.

Unser Block hat ein großes Potential gerade wegen seiner Größe und Durchgrünung, was in so einer Innenstadtnähe nicht noch einmal in Aachen vorkommt. Es gibt einen alten Baumbestand, welcher sicher in Teilen weichen müsste. Bis zum vorletzten Sommer hat hier ein Falkenpaar gebrütet. Z.Zt. der Nestsuche im letzten Jahr war über Wochen ein unerklärliches Geräusch aus Richtung des neu erworbenen Grundstücks zu hören, welches die Falken möglicherweise vertrieben hat.

Das ehemalige Fabrikgelände hat so viel räumliche Qualitäten, dass es ein Verlust wäre diese Bebauung einfach abzureißen. Auch wenn es z.Zt hauptsächlich zu logistischen und Dienstleistungszwecken genutzt wird, wäre hier eine öffentlichere Nutzung sicher gewinnbringend für das Viertel.

Mein Ansinnen ist es sicher nicht einen Zubau in unserem Block komplett verhindern zu wollen. Aber dies sollte moderat geschehen unter Berücksichtigung der Qualitäten des Blocks sowie der Interessen der Anwohner. Eine nachhaltige Stadtentwicklung bedeutet nicht alleine eine Verdichtung der Innenstädte um jeden Preis, um das weitere Ausfransen an den Rändern zu vermeiden. Für eine nachhaltige Stadtentwicklung ist es ebenso erforderlich, dass Flächen für Mensch und Tier innerhalb der Stadt freigehalten werden. Dies wird mittlerweile auf vielen verschiedenen administrativen Ebenen als grüne Infrastruktur bezeichnet. Die Artenvielfalt ist in den Städten mittlerweile oft größer als auf dem Land. Zudem – so lässt der Name Luisenhöfe vermuten – werden die Zielgruppe der zukünftigen Bewohner sicher nicht die Menschen sein, die dringend Wohnraum benötigen. Den Bau einer dritten Kita in unserem Block bietet der Investor an, um diese nicht in der Innenstadt im sog. Altstadtquartier (Büchel) bauen zu müssen. Eine weitere Kita würde den Block sicher positiv beleben, aber Kitas sollten dort gebaut werden, wo der Bedarf besteht. Die Stadt prüft, ob in unserem Viertel überhaupt der Bedarf einer weiteren Kita besteht.

Der Planungsausschuss hat die Planung als zu dicht beanstandet und ein Modell zur Verdeutlichung der angestrebten Dichte gefordert. In den Plänen sind alle Dachflächen als Gründächer gezeichnet, was eindeutig die Dichte der Bebauung verschleiern soll. Auch in der Verwaltung und der Kommunalpolitik ist erkannt worden, dass eine grüne Infrastruktur mit all seinen Potentialen für Aachen einen großen Mehrwert hat und zur Attraktivität der Stadt erheblich beiträgt.

Noch gibt es keinen Bebauungsplan für unseren Block. Es gibt jetzt also noch sehr viele Möglichkeiten auf die Aufstellung des Bebauungsplans Einfluss zu nehmen. Eine Bebauung ist z.Zt. für den Investor nicht so einfach möglich. Ich möchte hier gerne in einen konstruktiven Dialog treten und Sie als Nachbarn und Anwohner dazu einladen.

UnserAc bietet die Möglichkeit, um den Zugang zu Informationen zu ermöglichen und einen Austausch hierzu möglich zu machen. Ich möchte aber schon an dieser Stelle um einen moderaten und professionellen Umgang mit diesem Thema bitten, da auch ein Investor ein berechtigtes Interesse hat, seine Investition wirtschaftlich darzustellen. Ich möchte mich aber vehement gegen eine Gewinnoptimierung wehren, welche zu Lasten unseres Blockes geht und nur kurz- bis mittelfristige Ziele im Auge hat.

Hierfür möchte ich um Ihre Mithilfe und Unterstützung bitten.

Liebe Grüße

Karsten Schellmat

www.aachener-nachrichten.de/suche/7.242224
www.aachener-zeitung.de/suche/7.242223
www.landmarke-magazin.de/fileadmin/Ausgaben-Landmarke-Magazin/16/160921-Landmarke%2016-RZ.pdf

 

 


Was willst Du erreichen?

Dialog mit Nachbarn bzw. Anwohnern, dem Investor sowie der Stadt Aachen und der Kommunalpolitik.


Wenn Ihr mitmachen möchtet, meldet Euch bitte über das Kontaktormular beim Initiator.

Neuigkeiten

25. April 2017 Die Südstraße und das Reumont-Viertel - PLANUNGSBUERO RICHTER-RICHARD

Dies ist zwar keine Neuigkeit, aber dennoch möchte ich an dieser Stelle auf die seit 2009 fortgeschriebene Chronik der Südstrasse und des Reumontviertels hinweisen. Das Plaungsbüro Richter Richard aus der Südstrasse hat mit großem Rechercheaufwand und sog. Erzählcafes eine umfangreiche Chronik des Viertels erstellt, worin unser Block eine zentrale Rolle spielt. Siehe unten stehenden link.


Link:
www.prr.de/download/chronik.pdf


23. April 2017 Baut Reich für Reich bald die Luisenhöfe?

Unter diesem Titel hat Frau Margret Vallot bereits am 29.03.2017 die Inititive auf Ihrem blog https://uebergangshymne.com kommentiert.



Link:
uebergangshymne.com/2017/03/29/baut-reich-fuer-reich-bald-die-luisenhoefe/


19. April 2017 Artikel in der Aachener Zeitung

Am 5 April ist in der Aachener Zeitung ein weiterer Artikel zu den Plänen der Investoren erschienen. Seitens der Investoren wird die Aussage gemacht, dass konkrete Planungen noch nicht vorliegen. Die Pläne, welche ich habe einsehen können, haben eine sehr konkrete und sehr hohe Bebauungsdichte dargestellt. Es bleibt also abzuwarten, wie die Auflagen des Planungsausschusses umgesetzt werden. Ich begrüße es sehr, dass nach Aussage der Landmarken AG der Dialog mit den Bürgern und der Politik gesucht werden soll.


Link:
www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/luisenhoefe-sollen-in-bester-innenstadtlage-attraktives-wohnflair-bieten-1.1596340


Veranstaltungen

Mai

03

18:30

Aachen 03.05. - Coproduktion Grün – Gemeinsam Zukunft gestalten

Eine Veranstaltung von:
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