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Baesweiler

Die Stadt Baesweiler liegt ca. 16 km nördlich von Aachen und erstreckt sich mit seinen 7 Stadtteilen auf einer Fläche von etwa 28 km². Während Baesweiler bis 1975 vom Bergbau geprägt war, betreibt die Stadt heutzutage eine intensive Wirtschaftsförderung mit internationaler Ausrichtung. Am 14. Januar 1975 wurden der Gemeinde Baesweiler durch Beschluss der Landesregierung Nordrhein-Westfalen die Stadtrechte verliehen.

Wappen
Das Wappen Baesweilers ist waagerecht geteilt. Der im oberen Teil sichtbare linksgewendete schwarze Löwe mit roter Zunge auf goldenem Grund deutet vermutlich auf die Jülicher Landesherrenschaft hin. Die beiden im unteren Teil gekreuzten silbernen Pfeile auf blauem Grund symbolisieren vermutlich das örtliche Schützenwesen. Das Wappen entstammt einem Schöffensiegel aus dem 16. Jahrhundert. Neben dem Stadtwappen verfügt Baesweiler über ein Stadtlogo, das ein freundlich schauender gezeichneter Löwe ziert.

Lage

Baesweiler liegt im nördlichen Teil der StädteRegion Aachen und gehört damit geologisch zur Jülicher Börde. Sie grenzt an die städteregionalen Kommunen Alsdorf und Herzogenrath, an Geilenkirchen und Übach-Palenberg im Kreis Heinsberg sowie Linnich und Aldenhoven im Kreis Düren.

Baesweiler setzt sich aus den Ortschaften Baesweiler, Beggedorf, Floverich, Loverich, Oidtweiler, Puffendorf und Setterich zusammen. Der Hauptort Baesweiler und Oidtweiler gehen dabei nahtlos ineinander über, die anderen Ortsteile liegen eher separat.

Baesweiler verfügt über eine gute Verkehrsanbindung und ein umfangreiches ÖPNV-Netz. Darüber hinaus sind hier Schulformen, vielfältige Kindertagesstätten und eine Stadtbücherei zu finden. Sport- und Freizeitangebote werden nicht nur durch ein Hallenbad, eine Tennishalle, Minigolf- und Skateranlagen sowie Bolzplätze abgedeckt. Es gibt auch zahlreiche Spielplätze, Parkanlagen, den Carl-Alexander-Park und mehr als 170 Vereine.

Bevölkerung

Der Bergbau, der die Stadt ab Anfang des 20. Jh prägte, führte zu einem raschen Bevölkerungsanstieg. Lt. Website der Stadt Baesweiler wohnen zur Zeit (Juli 2016) 28.346 Menschen in der Kommune. Die höchste Bewohnerzahl weist der Stadtteil Baesweiler selbst auf, die geringste Bevölkerungszahl ist in Floverich zu finden.

Seit der Kommunalwahl 2014 setzt sich der Gemeinderat Baesweilers aus insgesamt 38 Ratsmitgliedern zusammen. Im Jahr 2014 lag die Wahlbeteiligung bei 49,97%.


Bei den vergangenen Kommunalwahlen ergaben sich folgende Sitzverteilungen im Gemeinderat:

 

SPDCDUGrüneLinke BaesweilerFDPGesamt
2014 92332138 Sitze

Zusätzliches Mitglied im Rat ist qua Amt der Bürgermeister.

Quelle: wahlen.regioit.de

Zur Geschichte

Die Geschichte Baesweilers reicht vermutlich sehr sehr weit zurück, belegen doch archäologische Funde im Gebiet zwischen den heutigen Ortschaften Baesweiler und Oidtweiler eine jungsteinzeitliche Siedlung. Während der Römerzeit führte dann vermutlich ein Kreuzungspunkt der Via Belgica zur Besiedlung dieses Gebietes - Belege von römischen Siedlungsspuren sind archäologisch nachgewiesen. Vermutlich prägten mehrere römische Gutshöfe das angrenzende Gebiet. Eine erste urkundliche Erwähnung Baesweilers als "Bastwilre" datiert ins Jahr 1130 mit einer Schenkungsurkunde an das Kollegialstift St. Adalbert in Aachen.

Ein wichtiges Datum in der Geschichte Baesweilers stellt zudem der 22. August 1371 dar. An jenem Tag fand auf den Feldern von Baesweiler die entscheidende Schlacht zwischen den Truppen des Herzogs von Jülich gegen den von Brabant statt, nachdem brabantische Kaufmannszüge beim Durchqueren des Jülicher Gebiets zu Überfällen und Plünderungen neigten. Der Herzog von Brabant wurde dann auf die Burg Nideggen gebracht.

Die Ursprünge der Burg Baesweiler reichen vermutlich in eine Zeit vor dem Beginn des 16. Jahrhundert, eine Zeit, als die Gebiete der heutigen Kommune Baesweiler häufig den Besitzer wechselten, lange Zeit jedoch als Lehn zum Herzogtum Jülich gehörten. Ab Mitte des 16. Jh blieb die Burg Baesweiler jedoch über Jahrhunderte im Besitz der Familie von Randerath.

Mit dem Beginn der Kohleförderung Anfang des 20. Jh wandelt sich auch das agrarisch geprägte Gesicht Baesweilers. Mit dem sprunghaften Anstieg der Bevölkerungszahlen ging die Gründung von Bergmannssiedlungen einher, in Boscheln für die Grube Carl Alexander oder in Setterich für die Grube Emil Mayrisch. Zur geschichtlichen Entwicklung der Grube Carl-Alexander gibt es beim Geschichtsverein Baesweiler einen gut strukturierten Zeitstrahl mit umfassender Information. Mit dem Jahr 1975 wurde der Bergbau in Baesweiler eingestellt.

Stadtteile Baesweilers

Zur Stadt Baesweiler gehören seit dem 1. Januar 1972 die Ortsteile Baesweiler, Beggendorf, Floverich, Loverich, Oidtweiler, Puffendorf, Setterich.

Beggendorf wird erstmals 952 als Villa Begina in einer Schenkung an das Cäcilienstift urkundlich erwähnt. Archäologische Funde aus römischen Zeiten lassen auf mind. 2 römische Gutshöfe in diesem Gebiet schließen. Im Liber valoris aus dem 14. Jh wird zudem die Pfarrkirche St. Pankratius erwähnt. 1952 erfolgte die Eingemeindung nach Baesweiler.

Der Ort Floverich gehörte in seinen Anfängen zur Gemeinde Puffendorf und zur Pfarre Loverich und liegt im Norden von Baesweiler.

Zu Beginn hatte Loverich eine gemeinsame Geschichte mit Puffendorf, im Jahre 1153 werden die Orte als Pophendorp bzw. Loverken erstmals erwähnt.

Oidtweiler findet erstmals im April 1104 als Oidthwilre Erwähnung in der Urkunde des Erzbischofs Friedrich I von Köln und liegt im Süden Baesweilers. Die Kirche St. Martinus in Oidtweiler gilt als eine der ältesten im weiteren Umkreis.

Puffendorf wird 1153 als "Pophendorp" erstmals urkundlich erwähnt, zu jener Zeit gehörte auch Loverich noch zur Gemeinde Puffendorf. Auch Puffendorf besaß einst eine Burg, die jedoch im 19. Jh abgerissen wurde. Es scheint sicher, dass der berühmte Reitergeneral des 30jährigen Krieges Jan van Werth im April 1591 in Puffendorf geboren wurde.

Die Namensherkunft von Setterich scheint nicht abschließend geklärt zu sein. Einige Theorien sind beim Geschichtsverein Setterich zu finden. Setterich wird in einer Urkunde des Klosters Rolduc 1119 erstmals erwähnt, die Ansiedlung ist aber vermutlich noch älter, worauf die keltische Endung "-ich" hinweist. Sicher ist, dass Setterich früher eine eigene Unterherrschaft mit eigener Burg war und in den Jahrhunderten wechselnde Besitzer hatte. Heute ist in ihr ein Alten- und Pflegewohnheim untergebracht.